Fred Wesley und Pat Metheny
von Wiener Konzerthaus

Im Jazzbereich geht die Saison des Wiener Konzerthauses mit Fred Wesley & The New JBs (25. Juni 2012) und mit der Pat Metheny Unity Band (29. Juni 2012) zu Ende.

 "A Tribute to James Brown" nennt Fred Wesley seinen Auftritt im Wiener Konzerthaus - und mit James Brown verbindet den Posaunisten und Bandleader vieles. Lange Jahre war er das Mastermind von dessen Band, wurde gar der "berühmteste Sideman der Welt" genannt. Auch durch die Zusammenarbeit mit Ike und Tina Turner - bereits als Teenager -, mit dem Saxophonisten Maceo Parker, mit George Clintons Kollektiv "Parliament-Funkadelic" und den "Horny Horns" sowie dem Count Basie Orchestra begründete Wesley seinen Ruhm als Funk-Music-Entwickler, Posaunist, Komponist, Bandleader und Arrangeur - und wurde zum Urgestein des Rhythm and Blues. Nach Soloprojekten gründete er als logische Konsequenz all seiner Bandleader-Tätigkeiten eine eigene Band, The New JBs, mit der er am 25. Juni sein lang erwartetes Debüt im Großen Saal des Wiener Konzerthauses gibt, das er eben seinem langjährigen Partner James Brown widmet.

Den Saisonabschluss bestreitet die Pat Metheny Unity Band:

Er hat nicht nur den Jazz-Gitarrensound neu erfunden, sondern maßgeblich dazu beigetragen, dass sein Instrument auch in Soli für voll genommen wird: Pat Metheny gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Jazzgitarristen der Welt. 19 Grammys kann er sein Eigen nennen, zuletzt erhielt er einen für sein 2011 veröffentlichtes Soloalbum "What´s It All About". Bereits mit acht Jahren begann Metheny Trompete zu spielen, im Alter von zwölf entdeckte er die Gitarre für sich, mit 15 spielte er mit Jazz-Musikern seiner Heimat Kansas City. Sein eigener Gitarrensound, der zunächst Fusion, dann Bebop, Free Jazz und Hardcore brachte, gefiel auch Herbie Hancock, David Bowie, Gary Burton, Ornette Coleman und Joni Mitchell, mit denen er zusammen arbeitete. Zu seiner Pat Metheny Unity Band, mit der er am 29. Juni im Großen Saal des Wiener Konzerthauses spielt, gehören erlesene Musiker wie Chris Potter, der schon mit Dave Holland arbeitete, Antonio Sanchez, der mit Chick Corea und Dianne Reeves tourte, sowie Ben Williams.

In der kommenden, der 100. Saison bietet das Jazz-Abo große Namen wie Sonny Rollins und Branford Marsalis. 2012/13 wird erstmals auch ein World-Abo angeboten, in dessen Rahmen es Auftritte von Madredeus, Tomatito, The Klezmatics und Eric Bibb und Habib Koité geben wird. www.konzerthaus.at
KOMMENTARE

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von Claire Grube am 25. Juni; 23:26 Uhr

Band geil! Sound unter aller Sau!

Fred Wesley und seine Band waren der Hammer... Aber die Soundleute waren komplette Volldeppen! Ich hätte bspw. Fred Wesley gerne mal ordentlich gehört... Der Typ am Mischpult hat es erst nach ein paar Solotakten hinbekommen seinen Regler etwas zu bewegen. Trotzdem hat der Typ am Mischpult auf seinen Ohren gesessen... Für Bläser hatte der vor allem sehr wenig übrig. Der Mix war wummrig - was beim Konzerthaus eher suboptimal ist. Es hat gewummert ohne Ende - das ist tödlich für jeden Groove! Das Schlagzeug war ebenso Hoch-Tief eingestellt - die Snare hatte keinen Knack. Der Bass hat gegroovt wie die Hölle, nur bei der Frequenzeinstellung kam nur noch Gewummer im Saal an... Die Saxophon- und Trompeten- und Posaunensoli waren super, allerdings wurden diese vom Gewummer fast komplett zugelärmt. Bläsersätze konnte man nicht mehr raushören - sehr schade!!! Die Gitarre und das Klavier war im ganzen nicht klar zu hören. Auch hier schade um die Soli und Begleitgrooves. Hat man zwischen Mischpult und Bühne gestanden, dann ging es einigermaßen, aber ansonsten einfach unerträglich. Leute: Wehrt Euch für so ein beschissenes Sounddesign bezahlen zu müssen. Es ist schade um die gute Musik. Das Konzerthaus Wien sollte für gute Musik auch gute Toningenieure einsetzen und nicht solche Milchbubis mit Erfahrung vom Dorffest... Jedenfalls hat es sich so angefühlt. Fred Wesley hat gefunkt wie eh und je... Der Wahnsinn! Aber wechselt diese Idioten dieser Soundmannschaft aus!!!

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