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Montag MO 7 Jänner 2019
Über uns – Themenschwerpunkte 2018/19 – Sofia Gubaidulina
Sofia Gubaidulina

Sofia Gubaidulina © The Japan Art Association / Sankei Shimbun (Ausschnitt)

Sofia Gubaidulina

Mit ihren 87 Jahren und einer an Umbrüchen wahrlich reichen Lebensgeschichte ist Sofia Gubaidulina die Grande Dame der zeitgenössischen Musik. Konzentriert auf ein Wochenende Mitte Juni widmet ihr das Wiener Konzerthaus im Rahmen des 39. Internationalen Musikfestes ein vierteiliges Porträt.

1931 in Tschistopol in der russischen Teilrepublik Tatarstan als Tochter eines Vermessungsingenieurs und einer Lehrerin geboren, studierte Sofia Gubaidulina in Kasan und in Moskau Komposition und verdiente ihren Lebensunterhalt ab 1963 vorwiegend mit dem Schreiben von Filmmusik. Ihre »eigentlichen« Werke, die der offiziellen Sowjetästhetik mitnichten entsprachen und in denen sich die Enkelin eines Mullahs ab den frühen 1970er-Jahren immer deutlicher zu ihren christlichen Überzeugungen bekannte, komponierte sie zunächst nur für die Schublade.

Gidon Kremer war es, der sie im Westen bekannt machte, als er 1981 ihr Violinkonzert »Offertorium« in Wien zur Uraufführung brachte. Seit 1992 lebt Gubaidulina – als, wenn auch erst spät, international erfolgreiche weibliche Musikschaffende eine Vorreiterin – in der kleinen Gemeinde Appen in der Nähe von Hamburg. Mit Kammermusik-, Chor- und Orchesterwerken aus den Jahren 1971 bis 2018 – u. a. der europäischen Erstaufführung ihres zweiten Violinkonzerts – präsentieren nun namhafte Ensembles sowie Solistinnen und Solisten wie Yeree Suh, Noa Frenkel, Holger Falk und Vadim Repin einen konzentrierten Querschnitt aus Gubaidulinas umfangreichem Schaffen.

 

Themenschwerpunkte 2018/19