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Abonnements – Porträtkünstler 2018/19 – Pierre-Laurent Aimard
Pierre-Laurent Aimard

Pierre-Laurent Aimard © Julia Wesely

Pierre-Laurent Aimard

Pierre-Laurent Aimard, einer der prägenden Musiker unserer Zeit, präsentiert zentrale Zyklen der Klavierliteratur. Schlüsselwerke des 20. Jahrhunderts treten dabei in programmatischen Dialog mit Bachs «Goldberg-Variationen». Eine bedeutende Rolle spielen dabei Komponisten, zu denen Pierre-Laurent Aimard enge künstlerische Beziehungen pflegte.

Pierre-Laurent Aimard ist ein Musiker der Extreme, der nichts dem Zufall überlässt. Wie bedingungslos Aimard vorgeht, zeigt eine Episode des Dokumentarfilms «Pianomania », gedreht während der Einspielung von Bachs «Kunst der Fuge» im Wiener Konzerthaus. Aimard stellt den legendären Klavierstimmer Stefan Knüpfer vor größte Herausforderungen. Ob der Klavierklang für eine bestimmte Fuge aufgehen wie eine Blume oder eher in sich geschlossen bleiben solle, fragt der Steinway-Experte. Aimard, nach kurzem Nachdenken: «Beides!»

Aimard strebt als Künstler stets nach dem Maximum, auch wenn es zunächst unerreichbar scheint. Seine überragenden technischen Fähigkeiten ermöglichen es ihm, auch vertrackte kompositorische Konzepte in überwältigende musikalische Ereignisse zu verwandeln. Die Klarheit seiner interpretatorischen Vorstellungen und deren präzise Umsetzung sorgen immer wieder für musikalische Sternstunden.
György Ligeti wurde von den immensen pianistischen Fähigkeiten Aimards zu einigen seiner komplexesten Werke inspiriert: Den Großteil der späten Klavieretüden hat Aimard uraufgeführt und deren Interpretation mit Ligeti erarbeitet. «Wenn man das Privileg hat, regelmäßig mit einem großen Schöpfer zusammenzuarbeiten und von ihm viele neue Werke geschenkt zu bekommen, dann muss man das an die nächste Generation weitergeben», so Aimard in einem Interview. Deshalb wird der Franzose im Anschluss an seine Interpretation der gesamten «Études» über seinen persönlichen Zugang zu diesen faszinierenden Werken sprechen – mit begleitenden Klangbeispielen.

Eng verbunden fühlt sich Aimard auch dem Werk von Olivier Messiaen. Mit zwölf Jahren kam Aimard in die Klavierklasse von Yvonne Loriod, der zweiten Ehefrau von Messiaen. Fasziniert von zeitgenössischer Musik besuchte der junge Pianist auch die Kompositionsklasse des französischen Meisters. Im Wiener Konzerthaus wird er dessen «Catalogue d’oiseaux» interpretieren. Jedes Stück der Sammlung verweist auf eine französische Provinz, repräsentiert durch den Ruf eines bestimmten Vogels. Gewidmet ist das Werk Yvonne Loriod, die das Werk auch uraufgeführt hat. Messiaen war der Ornithologe unter den Komponisten: Unermüdlich unternahm er Wanderungen, um den Gesang der Vögel zu studieren – aber auch Landschaften, Lichtverhältnisse und Farbnuancen, betont Aimard. Mit dem Einsatz der Vogelstimmen in diesen Klavierstücken habe Messiaen einen offenen Klangraum geschaffen, in dem sich Unerwartetes ereignen könne. Ein Schritt hin zur Nutzung von Zufallsprinzipien in der zeitgenössischen Musik.

Aimard, als Avantgarde-Spezialist vielgerühmt, war und ist stets bedacht auf die Balance zwischen Neuem und den großen Werken der Klavierliteratur. Die Wahl der «Goldberg-Variationen» von Johann Sebastian Bach für den Abschlussabend seiner Konzerthaus-Porträtreihe darf also nicht überraschen. Der Franzose hat schon immer Bach gespielt, öffentlich aber nur, wenn er sich seiner Sache ganz sicher war. Aimard geht es um eine kritische Selbstbefragung: «Bach vereint so viel in seinem Werk. Wie kann ich dem heute gerecht werden?» Die «Goldberg-Variationen» seien so etwas wie die Summe vieler kompositorischer Dimensionen.

Porträtkünstler 2018/19

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