Programm & Karten – Komponisten

Martin Grubinger © Felix Broede / Deutsche Grammophon (Ausschnitt)

Martin Grubinger

Seit geraumer Zeit verhilft Ausnahmemusiker Martin Grubinger den Percussioninstrumenten zu wohlverdienter Aufmerksamkeit im klassischen Konzertbetrieb. In seinem Rezital schenkt er vorwiegend Zeitgenössischem sein Augenmerk, so bestimmen u. a. Werke von Xenakis, Saariaho und Aho den Auftakt zum Zyklus «Percussive Planet».

Montag, 09. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Donna Leon © Diogenes Verlag

Donna Leon / Il pomo d'oro / Ann Hallenberg «Carnevale 1729»

Seit Jahrhunderten zieht der venezianische Karneval ein Riesenpublikum an: Die alljährlichen Festivitäten, die der Kirche oftmals ein Dorn im Auge waren, lockten und locken Reisende von nah und fern. Ausgelassenes Feiern und eine ausgeprägte Festkultur garantierten der berühmten Lagunenstadt den Platz an der Sonne, von dem sich auch im Barock namhafte Komponisten wie Georg Friedrich Händel oder Nicola Antonio Porpora angezogen fühlten.

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Che Guevara © Foto Osvaldo Salas / Mary Evans / picturedesk.com

Wien Modern: ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Meister «Henze: Das Floß der Medusa»

Hans Werner Henzes Oratorium «Das Floß der Medusa» ist ein Requiem für Che Guevara, die Ikone der kubanischen Revolution, mit Ho-Chi-Minh-Rhythmen und einem klaren Appell, die Gesellschaft zu verändern. Es wird in Hamburg nicht uraufgeführt, weil der Chor sich nach der Generalprobe weigert, unter der roten Fahne zu singen. Henzes Skandalstück wird zur Ikone des Jahres 1968, die Uraufführung folgt 1971 in Wien. Rund 50 Jahre später, mit tausenden im Mittelmeer ertrinkenden Flüchtlingen, kehren Géricaults Bild und Henzes Appell in die Köpfe zurück.

Donnerstag, 02. November 2017, 19.30 Uhr

Chinese Opera © Peter Chong (Ausschnitt)

Wien Modern: Klangforum Wien / Fischer / Vivarès / Eötvös «Chinese Opera»

Auch ganz ohne Bühnenbild, Kostüme und Film ist Peter Eötvös’ Chinese Opera «eine Oper zum sehenden Hören» (Peter Szendy). Gegen Oper hatte Eötvös – langjähriger Mitarbeiter von Karlheinz Stockhausen und Chefdirigent des Ensemble intercontemporain auf Einladung von Pierre Boulez – in seiner Studentenzeit am Kölner Studio für Elektronische Musik eine lebhafte Abneigung entwickelt. Dass er die spontane Theaterbegeisterung seiner Kindheit irgendwann wiederentdeckte, daran ist seine 1986 komponierte «Chinese Opera» nicht ganz unbeteiligt: «Der Titel – der eine vollkommen überbordende Art kreativer Fülle andeuten sollte – brachte den Dirigenten Kent Nagano dazu, Eötvös unbesehen einzuladen, das Werk in Lyon an der Oper zu inszenieren. ‹Mit Vergnügen›, sagte ich – ‹aber es ist ein Orchesterstück›», erinnerte sich Eötvös in der New York Times. Im Gefolge des farbensprühenden, im wörtlichen Sinn fantastischen Werks entstanden seither nicht weniger als zehn Opern. «Meine Chinese Opera hat mit der echten chinesischen Oper sehr wenig zu tun. In China hat jede Provinz ihren eigenen Theaterstil. Er wird nach der jeweiligen Provinz benannt, in der er vor Jahrhunderten entstanden ist und seitdem unverändert gespielt wird. Chinese Opera ist in Hinsicht auf eine szenische und filmische Präsentation geschrieben. Sie ist ‹Oper› meiner eigenen ‹Provinz›.» (Peter Eötvös) In diesem großen Porträtkonzert mit drei im Abstand von je zehn Jahren entstandenen Meisterwerken steht der 73-jährige Komponist persönlich am Dirigentenpult des Klangforum Wien.

Sonntag, 05. November 2017, 19.30 Uhr

Hannes Kerschbaumer © rol.art-images (Ausschnitt)

Wien Modern: Klangforum Wien / Wiegers

Der 1981 in Brixen/Südtirol geborene, in Innsbruck lebende Hannes Kerschbaumer ist Erste Bank Preisträger 2017. Zu seinen Lehrern zählen Gerd Kühr, Pierluigi Billone, Georg Friedrich Haas und Beat Furrer. Kerschbaumer schafft Klangvorstellungen mit einer nahezu haptischen Anmutung – Musik, die man fast mit Händen greifen kann. Zwei seiner insgesamt vier heuer im Festival zu hörenden Werke stehen auf dem Programm des Preisträgerkonzerts – an der Seite von Griseys großartigen «Vier Liedern, um die Schwelle zu überschreiten».

Mittwoch, 22. November 2017, 19.30 Uhr

Wiener Konzerthaus
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Sonderöffnungszeiten und telefonischer Kartenverkauf von 26. Juni bis inklusive 27. August 2017:
Montag bis Freitag 9.00 bis 13.00 Uhr

Das Wiener Konzerthaus dankt all seinen Sponsoren und Kooperationspartnern