Federspiel

Federspiel
Bild lädt

Variantenreich gestaltet das Bläserensemble Federspiel von jeher seine künstlerische Praxis. Diese Vielfalt gibt es im Wiener Konzerthaus ab Dezember an gleich fünf Abenden zu genießen: mit Familienkonzerten zu Weihnachten, einer großen Silvestergala, Musiktheater für alle ab 6 Jahren und einer Album-Präsentation im Großen Saal

von Rainer Krispel

Federspiel (v.l.n.r.): 
Thomas Winalek Posaune, Basstrompete, Gesang
Roland Eitzinger Tuba, Gesang
Frédéric Alvarado-Dupuy Klarinette, Gesang
Philip Haas Trompete, Flügelhorn, Gesang
Christian Amstätter Tenorposaune, Bassposaune, Gesang
Simon Zöchbauer Trompete, Zither, Gesang
Christoph Moschberger Trompete, Flügelhorn, Gesang

Wir und Jetzt
Neben aller Vielfalt, hat eine Konstante das Bestehen der 2004 in Krems gegründeten Formation mitprägt, erzählt Frédéric Alvarado-Dupuy, der Klarinettist der Gruppe. Die Musiker von Federspiel achten auf ihre persönlichen Beziehungen und Dynamiken. Sie haben diese parallel zur oft intensiven künstlerischen Arbeit an ihrer Musik aktiv und reflektiert im Blick. Dazu passt der Titel des neuen Albums – und Konzertprogramms – »Wir und Jetzt«, das vom Septett gerade finalisiert wird. Dessen Kompositionen und Stücke spüren dem Begriff »Wir« ebenso nach, wie sich die Musiker, die Federspiel vor über zwei Jahrzehnten als Studenten gründeten, vom subjektiv und objektiv oft so unterschiedlich wahrgenommenen Verstreichen der Zeit inspirieren haben lassen. »Als wie lange werden 180 Sekunden bei einem schnellen Stück gefühlt, wie lange bei einem langsamen?«, fragt der Musiker.
 

Zeit- und Terminmanagement, akkurat geführte Kalender sind dabei für ihn und seine sechs Kollegen ein unerlässliches Muss. Einmal festgelegt erlaubt der Fahrplan für Aufnahmen, Proben und Konzerte dann wenig Spielraum und Flexibilität für die Musiker, denen Federspiel Hauptstandbein und Priorität ist. 

Verbundenheit mit dem Wiener Konzerthaus
Nach dem Jubiläumsjahr 2024, einem für Federspiel intensiven Jahr, blickt das Ensemble auf viele bedeutende Momente zurück. Vor allem auch im Wiener Konzerthaus konnte dieses Jubiläum würdig begangen werden. Dabei spiegelte sich auch die lange Verbundenheit zwischen Federspiel und dem Haus wider, »wo wir dankenswerterweise immer wieder unsere Ideen ausleben konnten und können, und Zusammenarbeit auf wechselseitigem Vertrauen beruht«, so Frédéric Alvarado-Dupuy.

Tradition & Innovation
Federspiel definieren ihre Musik selbst als »pioniergeistig und doch voller Respekt Anklänge nordischer Musiktradition mit alpenländischem Repertoire verwebend«. Traditionsbewusstsein und Innovationswille auf der Höhe der Zeit sind für sie kein Widerspruch.

Im Herbst 2025 bringen sie in ihren Konzerten zunächst noch vertrautes Repertoire zu Gehör. Danach wird das längst grenzüberschreitend gefragte Ensemble auch ganz Neues erklingen lassen. Am Weg dorthin bestreiten sie Konzerte, die wesentliche Termine des Jahreskreises bestmöglich begleiten wollen und werden.

Federleichte Weihnacht
So laden sie im Dezember die ganze Familie zu »Federleichte Weihnacht«. Die Moderation übernimmt André Gatzke, der seinerseits nicht nur von der »Sendung mit der Maus« im deutschen Sprachraum bekannt und beliebt ist. Die Kooperation mit dem Moderator ist einer Zufallsbegegnung auf einer Konzertreise zu verdanken und erwies sich als absoluter Glücksfall.

Silvestergala
Auch die Silvestergala, der verantwortungsvolle Auftrag, Menschen beim Übergang in ein neues Jahr zu begleiten, der wohl gerade jetzt mehr denn je hoffnungsbesetzt ist, bietet für Federspiel zugleich willkommene Gelegenheit, ihr eigenes so besonderes Zusammenspiel und Zusammenwirken um geschätzte Kolleg:innen zu erweitern. Ins Jahr 2026 brechen Federspiel dabei unter anderem mit Vivi Vassileva auf. Die hochkarätige deutsche Schlagzeugerin und Rhythmikerin wird auch auf dem neuen Album zu hören sein. Die Pracht und Zärtlichkeit von Federspiels besonderer Blasmusik trifft weiters auf die facettenreiche Wort- und Musikkünstlerin Yasmo. Eine ebensolche Herzensangelegenheit ist das Zusammentreffen mit Die Strottern: Erstmals kooperiert Federspiel mit dem grandiosen Wiener Akustik-Duo – und beschert dem glücklichen Publikum damit gewiss ein weiteres Neujahrs-Schmankerl.

Grand Hotel Federspiel
In jedem Fall scheint damit nicht zuletzt für Federspiel selbst der Übergang ins premierenträchtige Jahr 2026 bestmöglich geplant. Im April laden sie erstmals ins »Grand Hotel Federspiel«, wo sie im Setting eines Hotels wichtigen Fragen nach Chaos und Ordnung mit den Mitteln des Musiktheaters für Kinder ab 
6 Jahren höchst vergnüglich nachgehen werden.

Album-Präsentation
Und im Mai gibt es dann die Premiere in Wien von »Wir und Jetzt« zu erleben. Damit eröffnen Federspiel ein weiteres Kapitel ihrer ohnehin schon reichen Geschichte. Die Thematik des neuen Programms aufgreifend, ist es ein reizvoller Gedanke, den sieben Musikern zu Jahresende 2026 die Frage stellen zu wollen, wie denn die 365 Tage des Jahres vergangen sind: (gefühlt) schnell oder langsam? Noch reizvoller aber ist wohl die Möglichkeit selbst, Zeit mit Federspiel und ihrer Kunst zu verleben!

Im Wiener Konzerthaus konnten und können »wir dankenswerterweise immer wieder unsere Ideen ausleben, [hier beruht] Zusammenarbeit auf wechselseitigem Vertrauen«.
11/04/26
11/04/26
Sa, 11.00 Uhr ∙ Berio-Saal
Junges Publikum

Piccolo: Grand Hotel Federspiel

27,–
Bild lädt
11/04/26
11/04/26
Sa, 14.00 Uhr ∙ Berio-Saal
Junges Publikum

Piccolo: Grand Hotel Federspiel

27,–
Bild lädt
12/04/26
12/04/26
So, 11.00 Uhr ∙ Berio-Saal
Junges Publikum

Piccolo: Grand Hotel Federspiel

27,–
Bild lädt