12/12/26
Sa, 19.30–ca. 22.00 Uhr ∙ Schubert-Saal

ZYKLUS YURY REVICH - Classic Revolution - BEETHOVEN

Veranstalter & Verantwortlicher

NEW WAYS Center for Sustainable Development e.U.

€ 2545557590,–

Rollstuhlplatzbuchungen unter ticket@konzerthaus.at

  • Yury Revich Violine & Komposition
  • David Chen Klavier
  • Special Guest:
  • Robert Lehrbaumer Klavier & Transkription

Programm

  • Ludwig van Beethoven

    Sonate F-Dur op. 24 für Violine und Klavier »Frühlingssonate« (1800–1801)

    Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80 »Chorfantasie« (1808) - Transkription für Klavier solo von Robert Lehrbaumer (Erstaufführung in Wien) (1808)

  • Pause

  • Franz Liszt

    Sonetto del Petrarca Nr. 104 S 161/5 »Pace non trovo« (Années de pèlerinage, deuxième année, Italie) (1838–1861)

  • Yury Revich

    Jazz 111. Concert Paraphrase nach Beethovens Klaviersonate N°32 in c-Moll op. 111 für Violine und Klavier (UA)

    Beethoven Recycled für Violine solo

    Chamber Poem für Franz Liszt, für Violine und Klavier (Erstaufführung in Wien)

  • Ludwig van Beethoven

    Sonate A-Dur op. 47 für Violine und Klavier »Kreutzer-Sonate« (1802–1803)

  • Yury Revich Violine & Komposition
  • David Chen Klavier
  • Special Guest:
  • Robert Lehrbaumer Klavier & Transkription

Programm

  • Ludwig van Beethoven

    Sonate F-Dur op. 24 für Violine und Klavier »Frühlingssonate« (1800–1801)

    Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80 »Chorfantasie« (1808) - Transkription für Klavier solo von Robert Lehrbaumer (Erstaufführung in Wien) (1808)

  • Pause

  • Franz Liszt

    Sonetto del Petrarca Nr. 104 S 161/5 »Pace non trovo« (Années de pèlerinage, deuxième année, Italie) (1838–1861)

  • Yury Revich

    Jazz 111. Concert Paraphrase nach Beethovens Klaviersonate N°32 in c-Moll op. 111 für Violine und Klavier (UA)

    Beethoven Recycled für Violine solo

    Chamber Poem für Franz Liszt, für Violine und Klavier (Erstaufführung in Wien)

  • Ludwig van Beethoven

    Sonate A-Dur op. 47 für Violine und Klavier »Kreutzer-Sonate« (1802–1803)

Beethoven gilt als einer der großen Revolutionäre der Musikgeschichte. Seine neuen dialektischen Kompositions- und Klangformen wurden als revolutionär erachtet und erweitern den klassischen Rahmen von Sinfonien, Sonaten und Streichquartetten enorm. Beethovens Werke waren sowohl hinsichtlich Länge, musikalischer Kontraste, Novität und Ausdruckskraft epochal und revolutionierten den Musikstil bahnbrechend.

Die »Frühlingssonate« verdeutlicht auf wunderschöne Weise Beethovens Fähigkeit, von seiner charakteristischen dramatischen Spannung in eine Welt leuchtender, lyrischer Dialoge zwischen Violine und Klavier überzugehen. Durch die Einführung eines verspielten, aus vier Noten bestehenden Scherzo-Satzes verlieh Beethoven dieser Sonate eine jugendliche Ausgelassenheit, die das Erwachen einer neuen Jahreszeit perfekt widerspiegelt.

Robert Lehrbaumers Klavier-Transkription von Beethovens imposanter »Chorfantasie« Opus 80 ist von Liszt's Klavierbearbeitungen der Beethoven-Sinfonien inspiriert. Pianistisch spektakulär wird hier mit zwei Händen am Klavier dargestellt, was Beethoven im Original in seinem am größten besetzten Orchesterwerk (für Soloklavier, sechs Gesangssolisten:innen, Chor und Orchester) konzipierte. - Die Aufführung wurde schon vielerorts im In -und Ausland bejubelt - nun ist sie in Wien zum ersten Mal zu erleben.

In »Jazz 111« greift Yury Revich rhythmische und harmonische Kühnheiten aus Beethovens Klaviersonate Nr. 32, Op. 111 auf, die aus heutiger Perspektive erstaunliche Parallelen zu späteren Jazzidiomen erkennen lassen, und überführt sie in eine zeitgenössische Klangsprache. »Beethoven ReCycled« bietet eine gelungene neoklassische Komposition aus unveröffentlichten Fragmenten aus Beethoven's Werk. Das »Chamber Poem für Franz Liszt« ist eine Hommage an Franz Liszt, in der Revich dessen poetisch-virtuose Klangwelt aus einer zeitgenössischen Perspektive weiterdenkt und mit seiner eigenen musikalischen Sprache verbindet. Liszts wunderbar gefühlvolles »Sonett 104« verzaubert die Zuhörer.

Die »Kreutzersonate« bildet den monumentalen Abschluss des Programms. Zunächst George Bridgetower gewidmet und dann später dem bekannten Violinisten und Komponisten Rudolphe Kreutzer umgewidmet, begeistert sie durch ihren fulminanten kandenz-artigen ersten Satz und dem allgemein konzertant-virtuosen Stil. Neben ihrer außergewöhnlich technischen und konzertanten Dimension fasziniert sie vor allem durch ihre dramatische Intensität, ihre starken emotionalen Kontraste und den kompromisslosen Dialog zwischen Violine und Klavier, interpretiert von Yury Revich und Robert Lehrbaumer.​