Streichquartette zeitgenössischer Komponistinnen

Seit seiner Gründung in New York im Jahr 2008 hat es sich das Mivos Quartet zur Aufgabe gemacht, die unglaubliche Vielfalt der zeitgenössischen Streichquartettmusik einem ebenso vielfältigen Publikum auf dem ganzen Globus zugänglich zu machen.
from Dominik SchweigerMivos Quartet
Das Ensemble, das in Nord- und Südamerika wie in Europa und Asien im Bereich der Neuen Musik ebenso erfolgreich ist wie in dem des Jazz, arbeitet regelmäßig mit etablierten und aufstrebenden Komponist:innen zusammen, die ein breites Spektrum an Bevölkerungsgruppen und Kompositionsästhetiken repräsentieren.
Debüt im Zyklus »Nouvelles Aventures«
Nach gefeierten Auftritten im Rahmen von Wien Modern und von Jazzkonzerten im Wiener Konzerthaus gibt das Mivos Quartet nun sein lange erwartetes Debüt im Zyklus »Nouvelles Aventures« – mit einem Programm, das ausschließlich Werke zeitgenössischer Komponistinnen beinhaltet und zugleich die Diversität des aktuellen Quartettschaffens erfahrbar macht.
Prägende Stimmen der Gegenwart
Mit ihrer unverwechselbaren Handschrift auf permanenter Expedition ins Ungewisse ist die in Berlin lebende britische Komponistin Rebecca Saunders eine der international erfolgreichsten Komponist:innen unserer Zeit. Ihr für kleinste Details der Textur aufmerksames Streichquartett »Unbreathed« aus dem Jahr 2017 beschreitet einen Weg von gewaltsamer Geschlossenheit zu ruhiger Auflösung. Die als Professorin an der Kunstuniversität Graz lehrende Kanadierin Annesley Black hat schon in »Folds Dependent«, einem ihrer frühesten Werke, ihre schier unbegrenzte klangliche Vorstellungskraft unter Beweis gestellt. Ihre Sensibilität für Dramaturgie demonstriert die jüngst mit der Oper »Like Flesh« hervorgetretene israelische Komponistin Sivan Eldar bereits mit ihrem Streichquartett »Solicitations«.
Politik, Experiment und Klangforschung im modernen Streichquartett
Die deutsche Saxophonistin Ingrid Laubrock bereichert schon seit 2008 die New Yorker Jazzszene. Ihr Streichquartett »Ashes« schrieb sie 2022 als direkte Reaktion auf den russischen Überfall auf die Ukraine. Die österreichische Komponistin, Interpretin, Improvisatorin und Texterin Flora Geißelbrecht erfindet ihre Musik auf der Bratsche und experimentiert in »Light of Third« auch mit dem visuellen Aspekt des Streichquartettspiels. Besonders freuen wir uns schließlich auf die Uraufführung eines Auftragswerks von Sofia Jernberg. Die in Äthiopien geborene schwedische Sängerin und Komponistin des Creative Jazz bereichert den Abend nicht nur mit ihrem neuen Werk, sondern dabei auch mit ihrer unkonventionellen Stimmkunst.






