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Montag MO 6 Jänner 2020
Programm & Karten – Höhepunkte – Klassik
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SamstagSA 18 Jänner 2020
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SonntagSO 19 Jänner 2020
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MontagMO 20 Jänner 2020
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DienstagDI 21 Jänner 2020
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MittwochMI 22 Jänner 2020
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DonnerstagDO 23 Jänner 2020
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FreitagFR 24 Jänner 2020
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SamstagSA 25 Jänner 2020
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SonntagSO 26 Jänner 2020
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DienstagDI 28 Jänner 2020
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MittwochMI 29 Jänner 2020
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SonntagSO 9 Februar 2020
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DonnerstagDO 13 Februar 2020
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SonntagSO 16 Februar 2020
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DonnerstagDO 27 Februar 2020
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FreitagFR 28 Februar 2020
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SamstagSA 7 März 2020
12
DonnerstagDO 12 März 2020
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MittwochMI 25 März 2020
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FreitagFR 24 April 2020
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SamstagSA 25 April 2020
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MontagMO 29 Juni 2020

Arcangelo © Chris Christodoulou

Resonanzen-Eröffnung: Arcangelo / Cohen »Händel: Theodora«

Händels vorletztes Oratorium erzählt von Staatskult, Befehlsverweigerung und Märtyrertum. Es erzählt auch von der Liebe einer konvertierten syrischen Prinzessin zu einem verfolgten Christen. Und es erzählt von der Härte des 1. Gebots. Thomas Morells Libretto schätzte der Komponist höher als das zu irgendeinem anderen seiner Oratorien. Die Schönheiten der Musik hier noch umständlich anpreisen zu wollen grenzte an Blasphemie; genügt es doch zu wissen, dass sie von Händel ist!

Samstag, 18. Jänner 2020, 18.30 Uhr

Sollazzo Ensemble © Sollazzo Ensemble (Ausschnitt)

Resonanzen: Sollazzo Ensemble »Gottes Krieger«

»Einige Heiden wurden gnädig enthauptet, andere von Pfeilen durchbohrt, die von den Türmen herabsausten, und wieder andere, die man lange gefoltert hatte, wurden von sengenden Flammen verbrannt«, so ein Chronist über die Einnahme Jerusalems 1099. Komponisten wie Giraut de Bornelh nahmen an Kreuzzügen teil und noch im 15. Jahrhundert wurde die Idee, im Namen Gottes in den Krieg zu ziehen, verherrlicht. So etwa im 1454 vom burgundischen Herzog Philipp dem Guten veranstalteten Fasanenbankett, zu dem Guillaume Dufay einen Klagegesang beisteuerte.

Sonntag, 19. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Conjunto de Música Antigua Ars Longa © lemontquidomine 2014

Resonanzen: Conjunto de Música Antigua Ars Longa / Paz »Misa Guadalupana«

Ein farbenfrohes Hochamt mit Musiken aus »Alter« und »Neuer« Welt für die Jungfrau von Guadalupe: Im Zentrum des barocken Lustwandelns zwischen europäischer Liturgietradition und lateinamerikanischem Exotismus steht die Missa Ego flos campi des Spaniers Juan Gutiérrez de Padilla. Umrankt von Prozessions- und Gradualgesängen unterschiedlichster Provenienz, wird sie zum Sinnbild kultureller Vielfalt im Mexiko des 17. Jahrhunderts – einem Sinnbild freilich, das die Antwort auf die Frage, ob es sich dabei um eine frei interpretierte Bestätigung oder lustvolle Erweiterung christlicher Riten handelt, kunstvoll offen lässt.

Montag, 20. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Björn Schmelzer © Jimmy Kets (Ausschnitt)

Resonanzen: Graindelavoix / Schmelzer »I · N · R · I«

Im Jahre 1609 malt Giovanni Balducci das Altargemälde »Die Vergebung des Carlo Gesualdo«, das die Auferstehung Christi, die Hölle und den Auftraggeber, Gesualdo selbst, als Bittsteller zeigt. Seit er sich in der Nacht vom 17. Oktober 1590 für die Untreue seiner ersten Frau tödlich gerächt hatte, wurde Gesualdo seines Lebens nicht mehr froh. Alpträume, Depressionen und Schicksalsschläge waren von da an seine ständigen Begleiter und trieben ihn immer tiefer in einen einsamen musikalischen Extremismus hinein. Seine 6- stimmigen »Tenebrae«-Responsorien zur Karwoche sind bitter-späte Tränen der Reue und nun erstmals vollständig im Wiener Konzerthaus zu erleben.

Mittwoch, 22. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Julia Fischer © Uwe Arens

Orchestre National de France / Julia Fischer / Krivine

Julia Fischer zählt nicht nur zu den führenden Geigensolistinnen weltweit, sondern bringt ihre künstlerische Vielfalt auch als Pianistin, Kammermusikerin und Pädagogin zum Ausdruck. Diesmal widmet sie sich dem 2. Violinkonzert von Béla Bartók, einem der ungewöhnlichsten und zugleich wichtigsten Konzerte des ganzen Repertoires.

Donnerstag, 23. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Leila Schayegh © Mona Lisa Fiedler

Resonanzen-Finale: Leila Schayegh / Evgeny Sviridov »Duelle«

Im 18. Jahrhundert war es beliebt, Neid und Missgunst unter Virtuosen mittels musikalischer Wettkämpfe – gerne vor adeligem Publikum – beizulegen. So fetzte sich Händel mit Scarlatti, Mozart stieg gegen Clementi in den Ring und noch Beethoven stellte sich in Wien gleich dreimal pianistischen Herausforderern. Louis Marchand soll vor dem Orgel-Wettstreit mit Bach Muffensausen bekommen haben und ist gleich gar nicht in der Arena erschienen. Diese Tradition bildet gleichsam den historischen Aufhänger für das Abschlusskonzert der »Resonanzen« 2020, in dem sich Geigen- und Tastenvirtuosen Auge in Auge gegenüberstehen.

Sonntag, 26. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Janoska Ensemble © Andreas H. Bitesnich

Janoska Ensemble »The Big Bs – Bach, Beethoven, Brahms«

2020 ist »B-Jahr«, «Beethoven-Jahr«, in dem das Janoska Ensemble aber auch anderen »Big Bs« Platz lässt. So wird das ungewöhnlichste aller Klavierquartette neben einem Medley durch Beethoven-Symphonien auch Hits von Bartók, Brahms, Bach, Bernstein und den Beatles in František Janoskas mitreißenden Bearbeitungen spielen.

Mittwoch, 15. April 2020, 19.30 Uhr