
Elina Duni / Alkinoos Ioannidis © Nicolas Masson (Ausschnitt, links unten) / Yiannis Margetousakis Photography (Ausschnitt, rechts oben)
Elina Duni / Alkinoos Ioannidis
Magisch, beinahe spirituell – eine derartige Aura verbreitet die in der Schweiz lebende Albanerin Elina Duni, die den ersten Teil des Abends gestaltet. Ob zu traditioneller Musik aus Albanien, dem Kosovo, Armenien, Mazedonien oder Frankreich – stets besticht Elina Duni mit einem selten ausdrucksvollen, intensiven Gesang.
Nach der Pause ist dann Alkinoos Ioannidis zu erleben, der ebenfalls aus dem Südosten Europas stammt. Der zypriotisch-griechische Sänger, der erstmals im Wiener Konzerthaus gastiert, gilt in seiner Heimat als Troubadour des 21. Jahrhunderts.
Montag, 04. Mai 2020, 19.30 Uhr

Jazzmeia Horn © Jacob Blickenstaff
Jazzmeia Horn
Eine Konzerthaus-Debütantin mit ihrer neuen CD »Love
And Liberation«: Jazzmeia Horn strotzt vor Energie und
erinnert an Betty Carter. Hörbare Einflüsse sind auch
Cassandra Wilson und Erykah Badu. Die Meisterin inniger
Balladengestaltung und übersprudelnde Scat-Improvisatorin
verpasst alten Standards spielend neuen Pep.
Horns Auftauchen in der internationalen Szene sorgte
für ähnliches Aufsehen wie jenes von Cécile McLorin
Salvant und Gregory Porter vor ein paar Jahren.
Mittwoch, 13. Mai 2020, 21.00 Uhr

Wolfgang Muthspiel und Thomas Gansch © Doris Kucera
Thomas Gansch & Wolfgang Muthspiel
Wenn sich zwei exzellente
Musiker wie Thomas Gansch und Wolfgang Muthspiel
zusammentun, ist ein mit Humor gewürzter Abend
abseits aller bekannten Pfade garantiert. Beide Instrumentalisten
auf absolutem Topniveau, beide wache
Geister – und zusammen ein einzigartiges Gespann.
Gansch und Muthspiel bieten ein vielfältiges
Programm, hochvirtuos, energiegeladen und
temporeich; niemals kopflastig, sondern immer unterhaltsam.
Beide strahlen aus: Jazz macht Spaß!
Mittwoch, 20. Mai 2020, 19.30 Uhr

Pat Metheny © John Peden (Ausschnitt)
Pat Metheny Side-Eye
with James Francies & Marcus Gilmore
Pat Metheny hat mit Kapazundern wie
Gary Burton, Jaco Pastorius, Herbie Hancock,
Dave Holland, Roy Haynes und John Scofield gespielt.
Jetzt ist er neugierig auf aufstrebende junge
Künstler: »Mich inspiriert ihre Art, mit der Komplexität
meiner frühen
Kompositionen umzugehen.
Gleichzeitig faszinieren mich die Möglichkeiten,
mit ihnen neue Musik zu schaffen, die auf sie zugeschnitten
ist.« Vielversprechend ist die Besetzung
der
ersten »Side Eye«-Edition mit James Francies,
der
mit »Flight« bei Blue Note debütierte, und Marcus
Gilmore vom Vijay Iyer Trio.
Mittwoch, 10. Juni 2020, 19.30 Uhr

Billy Childs © Raj Naik
Billy Childs Quartet
Das Spektrum reicht von »Dance of Shiva« bis »Peace«,
von energetisch bis stimmungsvoll: Mit »Rebirth« ist
Billy Childs ein großer Wurf gelungen. Sein Quartett brilliert
mit Rasanz und Esprit. Und verwöhnt mit viel Gefühl
in den Balladen. »Rebirth«, als bestes instrumentales
Jazzalbum Grammy-Gewinner 2018, erinnert mit dem
Opener »Backwards Bop« an Childs’ Hard-Bop-Zeit in
den 70ern. Nach ersten Aufnahmen mit J. J. Johnson
war er einst in Freddie Hubbards Quartett und saß für
Sting, Joe Henderson und Dianne Reeves am Flügel.
Donnerstag, 25. Juni 2020, 19.30 Uhr

Anita Rachvelishvili © Jiji Rejini (Ausschnitt)
Great Voices: Anita Rachvelishvili
Ein für das hiesige Publikum neues Gesicht ist das der georgischen Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili, die das Auditorium bei ihrem vorjährigen Debüt an der Wiener Staatsoper ebenso im Triumph mitgerissen hat wie zwanzig Jahre zuvor Flórez. Dabei hat sie gleich den »Mount Everest« ihres Stimmfachs erklommen, die Amneris in Verdis »Aïda«. Diese Partie verlangt viel von dem, was diese Ausnahmesängerin in hohem Maße auszeichnet: eine Stimme von expansiver Pracht, die mit technisch souveräner Führung, Intuition und studiertem Künstlertum jede Gefühlsregung der porträtierten Figur erlebbar macht.
Montag, 29. Juni 2020, 19.30 Uhr

Ian McEwan © Joost van den Broek (Ausschnitt)
Ian McEwan / Angela Hewitt
Mit Romanen wie »Abbitte« oder »Solar« sicherte sich Ian McEwan den Rang eines der bedeutendsten Erzähler der Gegenwart. Dem Booker-Preisträger ist nicht nur die literarische Muse hold, Inspiration findet er besonders durch Musik. So nimmt es nicht Wunder, dass der Romancier im Wiener Konzerthaus aus eigens für diesen Anlass recherchierten und verfassten Texten über die Reise Johann Sebastian Bachs zu seinem Vorbild Dietrich Buxtehude lesen wird.
Dienstag, 15. Dezember 2020, 19.30 Uhr