11/06/27
Fr, 19.30–ca. 21.30 Uhr ∙ Großer Saal
Chor, Oratorium & Oper Orchester

ORF Radio-Symphonieorchester / Wiener Singakademie / Alsop

Britten: War Requiem

2952678299107,–
Der Vorverkaufstart wird bald bekannt gegeben.
  • ORF Radio-Symphonieorchester Wien Orchester
  • Wiener Singakademie Chor
  • Wiener Sängerknaben Chor
  • Eleanor Lyons Sopran
  • Paul Appleby Tenor
  • Andrè Schuen Bariton
  • Marin Alsop Dirigentin

Programm

  • Benjamin Britten

    War Requiem op. 66 (1962)

  • ORF Radio-Symphonieorchester Wien Orchester
  • Wiener Singakademie Chor
  • Wiener Sängerknaben Chor
  • Eleanor Lyons Sopran
  • Paul Appleby Tenor
  • Andrè Schuen Bariton
  • Marin Alsop Dirigentin

Programm

  • Benjamin Britten

    War Requiem op. 66 (1962)

Zeitlos aktuell

Ein Zeichen für Versöhnung und ein Mahnmal gegen den Krieg: Beides ist Benjamin Brittens epochales »War Requiem«. Am 30. Mai 1962 wurde es in der Kathedrale von Coventry uraufgeführt. 1940 verübte Nazi-Deutschland einen Bombenangriff auf die 150 km nordwestlich von London gelegene Stadt, der zahlreiche Opfer forderte und Coventry in Schutt und Asche legte. Britten, der den Dienst an der Waffe verweigert hatte, gedachte mit seiner Komposition der Opfer des Kriegs. Wie schon Johann Sebastian Bach in seinen Passionen verschränkte er dafür verschiedene Textebenen miteinander. Neben den liturgischen Worten der Totenmesse dienen Gedichte von Wilfred Owens als Grundlage. Der britische Lyriker war seinerseits in den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs gefallen. Der Partitur sind folgende seiner Verse vorangestellt: »Mein Thema ist der Krieg und das Leid des Krieges. / Die Poesie liegt im Leid … / Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist: warnen.«

Ergreifendes musikalisches Denkmal in großer Besetzung
Für die Uraufführung des »War Requiem«, das der Dirigent selbst leitete, lud man bewusst Sänger:innen aus Russland, England und Deutschland, um ein Zeichen der Versöhnung zu setzen. Neben den Solist:innen zählen zwei Chöre und Orchester zur üppigen Besetzung des packenden Werks. Trotz dieser Opulenz ist es vom Duktus her in weiten Teilen eher besinnlich. Marin Alsop leitet als ehemalige Chefdirigentin und nunmehrige Ehrendirigentin bei dieser siebenten Aufführung im Wiener Konzerthaus das ORF Radio Symphonieorchester Wien, die Wiener Singakademie und die Wiener Sängerknaben sowie einen fabelhaften Sänger:innencast, dem neben Eleanor Lyons und Paul Appleby der Porträtkünstler Andrè Schuen angehört.