Quatuor Ébène
- Quatuor Ébène Streichquartett
- Pierre Colombet Violine
- Gabriel Le Magadure Violine
- Marie Chilemme Viola
- Yuya Okamoto Violoncello
Programm
- Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett d-moll K 417b (1783)
- Claude Debussy
Streichquartett g-moll op. 10 (1893)
Pause
- Johannes Brahms
Streichquartett Nr. 2 a-moll op. 51/2 (1873)
- -----------------------------------------
Zugabe:
- Benjamin Britten
Waltz (Three Divertimenti Nr. 2) (1936)
- Quatuor Ébène Streichquartett
- Pierre Colombet Violine
- Gabriel Le Magadure Violine
- Marie Chilemme Viola
- Yuya Okamoto Violoncello
Programm
- Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett d-moll K 417b (1783)
- Claude Debussy
Streichquartett g-moll op. 10 (1893)
Pause
- Johannes Brahms
Streichquartett Nr. 2 a-moll op. 51/2 (1873)
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Zugabe:
- Benjamin Britten
Waltz (Three Divertimenti Nr. 2) (1936)
Wehen, Zangengeburt und Taufe
Als Mozart sein Streichquartett in d-moll komponierte, lag seine Frau
zum ersten Mal in den Wehen. »So oft sie Leiden äusserte, lief er auf
sie zu, um sie zu trösten und aufzuheitern; und wenn sie etwas beruhigt
war, ging er wieder zu seinem Papier«, schrieb Constanzes zweiter
Ehemann Nikolaus von Nissen später. Gewidmet war dieses Quartett, das
durch die Molltonart aus der Reihe fällt, gemeinsam mit fünf weiteren
Werken eines Zyklus »dem lieben Freund« Joseph Haydn. Dieser hatte mit
seinem Opus 33 die Gattung des Streichquartetts erst so richtig aus der
Taufe gehoben.
Brahms, der Fortschrittliche
Als
»Zangengeburt« bezeichnete Johannes Brahms hingegen sein Streichquartett
Nr. 2 in a-moll, dem ein Chirurg als Geburtshelfer diente: Der
befreundete Arzt und Kammermusikfreund Theodor Billroth war der
Widmungsträger. Später zog Arnold Schönberg dieses Quartett heran, um
die Fortschrittlichkeit von Brahms zu loben, dessen Technik, aus kleinen
Motiven und dessen Abwandlungen ein großes Ganzes zu formen. Er selbst
stellte sich zugleich in dessen Tradition.
Bunte Klangfarben
In
der Mitte des Konzerts des Quatuor Ébène erklingt das einzige
Streichquartett Claude Debussys. Diesem diente das kurz zuvor
entstandene Streichquartett von César Franck als Vorbild. Das ganz
klassisch in vier Sätze gegliederte Werk weist klanglich eine Vielzahl
verschiedener Einflüsse auf, die von Kirchentönen über Musik des Balkans
und javanesische Gamelanmusik bis hin zur Musik der russischen Schule
reicht. Paul Dukas sah in dem Streichquartett einen »kunstvoll
gemusterten Teppich von wundersamer Farbigkeit«.
Veranstalter & Verantwortlicher
Wiener Konzerthausgesellschaft