ZAM

Ein einzigartiges Outreach-Projekt

Musik verbindet. Menschen, Orte, Generationen.

ZAM brachte über mehrere Jahre hinweg etablierte Musiker:innen mit lokalen Ensembles und engagierten Menschen über ganz Österreich verteilt in Austausch: durch gemeinsames Musizieren, inspirierende Gespräche und kreative Workshops.

Die Stationen führten von Niederösterreich über Oberösterreich und Kärnten bis nach Vorarlberg und wieder zurück nach Wien, wo am 29. Mai 2026 im Großen Saal des Wiener Konzerthauses der Abschluss dieses besonderen Projekts gefeiert wird. Auf der Bühne stehen dabei Thomas Gansch mit seinem Projekt Alpen & Glühen, Federspiel sowie Vivi Vassileva & ihre Band gemeinsam mit Musikvereinen, Chören und Ensembles, die am Projekt teilnahmen – von der Feuerwehrmusikkapelle Langwies bis zum Kärntner Madrigalchor Klagenfurt.

Aus Begegnungen vor Ort ist ein gemeinsamer musikalischer Weg entstanden, der im Zuge der großen ZAM Abschlussgala noch einmal in seiner ganzen Vielfalt und Besonderheit gezeigt werden darf.

29/05/26
29/05/26
Fr, 19.30 Uhr ∙ Großer Saal
Brass & Blasmusik

ZAM Abschlussgala

263240465256,–
Bild lädt

Die Idee

Die Idee zu »ZAM« entwickelte sich aus einer einfachen Beobachtung: Gemeinsames Musizieren und kulturelles Miteinander finden zunehmend seltener statt – in Familien, in Vereinen, in Bildungseinrichtungen und im öffentlichen Raum. Gleichzeitig wurde im persönlichen und beruflichen Umfeld spürbar, dass Austausch, Zuhören und gemeinsames Gestalten an Bedeutung verloren haben.

Aus zahlreichen Gesprächen zwischen Martin Grubinger (Perkussionist), Werner Bachstein (Porticus Stiftung) & Matthias Naske (Intendant Wiener Konzerthaus) entstand die Frage, wie man mithilfe von Musik wieder vermehrt Räume schaffen kann, in denen Menschen unabhängig von Hintergrund oder Meinung zusammenkommen und gemeinsam etwas erarbeiten. Denn Musik funktioniert ohne lange Erklärungen, lebt vom Zusammenspiel und macht Unterschiede produktiv.

»ZAM« wurde daher als Projekt konzipiert, welches das Miteinander, das aufeinander Hören und das gemeinsame Erleben einer künstlerischen Aufgabe in den Fokus stellt. Mit Musik als verbindendem Element zwischen Generationen, Gemeinden und musikalischen Welten. Und dem Wiener Konzerthaus als Ausgangspunkt, von dem aus diese Begegnungen ihren Weg ins ganze Land gefunden haben.

Das Musikleben in Österreich – von den Wiener Konzertsälen, über die Kulturvereine, Blasmusiken und Chöre, Garagen- Bands und Musikfestivals – ist nichts anderes als ein Spiegelbild dessen, was uns als Gesellschaft über Jahre beschäftigen wird.
Martin Grubinger
Das Anliegen von »ZAM«: Verbinden. Brückenbauen. Von Mensch zu Mensch. Freude und Stolz im Vordergrund, aber eben das Gemeinsame stärkend und nicht das Trennende schürend.
Werner Bachstein

So liefen die Projekte ab

Tag 1 »ZAMreden«

Ankommen & Austauschen

Der erste Abend stand ganz im Zeichen des Gesprächs. In einer öffentlichen Diskussionsrunde kamen die Profi-Musiker:innen, Vertreter:innen der Gemeinde, lokale Vereinsmitglieder und Interessierte zusammen.

Es ging um Musik und ihren Stellenwert im Alltag, um persönliche Werdegänge, um Herausforderungen und Chancen kultureller Arbeit im ländlichen Raum. Zwischen den Gesprächen kam es bereits zu ersten gemeinsamen musikalischen Momenten, die ein gegenseitiges Kennenlernen auch jenseits der Worte ermöglichten.
Ein offener Beginn, der den Ton für die kommenden Tage setzte: respektvoll, neugierig und auf Augenhöhe.

Tag 2 »ZAMtrommeln«

Musik erleben & mitmachen

Im weiteren Verlauf des Projekts rückte das gemeinsame Musizieren stärker in den Fokus. Bei Besuchen der Profimusiker:innen in örtlichen Schulen konnten die Schüler:innen Musik nicht nur hören, sondern selbst aktiv ausprobieren, erleben und ein Verständnis dafür entwickeln, wie Musik entsteht und zusammenwirkt.

Im Rahmen von vielfältigen Workshops am Nachmittag wurden sämtliche Interessierten ZAMgetrommelt, um nach Lust und Laune die eigenen musikalischen Potenziale in Gemeinschaft auszuprobieren und zu perfektionieren.

Tag 3 »ZAMspielen«

Gemeinsam auf der Bühne

Der letzte Tag führte alles zusammen. In intensiven Proben arbeiteten die Profi-Musiker:innen gemeinsam mit den lokalen Ensembles an einem Konzertprogramm, das beide Seiten vereinte.

Das abschließende Konzert wurde zum Höhepunkt des Aufenthalts: Ein Abend, an dem aus Begegnung Musik wurde – und aus Musik Gemeinschaft. Für viele Beteiligte ein Moment, der noch lange nachklang.

Österreichweit unterwegs

Über mehrere Jahre hinweg war das Projekt in unterschiedlichen Regionen Österreichs zu Gast – jede Station mit eigener musikalischer Identität, eigenen Menschen und Geschichten. So entstand ein vielfältiges Mosaik aus Klängen und Erfahrungen – getragen von der gemeinsamen Idee, dass Musik überall dort entsteht, wo Menschen sich aufeinander einlassen.

Ebensee

  • Vivi Vassileva
  • Feuerwehrmusikkapelle Langwies

Kolpinghaus Wien-Favoriten

  • Thomas Gansch mit seiner »Schlagertherapie«

Langen bei Bregenz

  • Musiker von Federspiel
  • Evelyn Fink-Mennel
  • Musikverein Langen bei Bregenz

St. Valentin

  • Thomas Gansch mit Alpen & Glühen
  • Chord Ad Libitum

Krumpendorf am Wörthersee

  • Thomas Gansch mit Alpen & Glühen
  • Kärntner Madrigalchor Klagenfurt

Randegg

  • Musiker von Federspiel
  • Musikverein Randegg

Stimmen aus dem Projekt

Ergänzend zu den ZAM-Aktivitäten in Ebensee im April 2024 wurden im Rahmen eines internationalen, partizipativen Fotoprojekts von Inside Out »ZAM – I am the people of Ebensee« großformatige Porträtfotos von Menschen aus Ebensee auf der Fassade des Rathauses präsentiert, ganz im Sinne des generationsübergreifenden Dialogs.

Das vom französischen Künstler JR ins Leben gerufene Inside Out Projekt ist ein globales partizipatorisches Kunstprojekt, das darauf abzielt, die Welt durch Kunst zu verändern. Die Plattform dient dazu, Menschen weltweit dabei zu unterstützen, bedeutende Botschaften mithilfe von Kunst im öffentlichen Raum auszudrücken. Jedem soll die Möglichkeit geboten werden, eine »Aktion« zu einem Thema an jedem Ort der Welt zu erstellen. Die Teilnehmer:innen teilen ihre Botschaften, indem sie großformatige Schwarz-Weiß-Porträts von Mitgliedern ihrer Gemeinschaft im öffentlichen Raum präsentieren. Im Mittelpunkt des Inside Out Projekts »ZAM – I am the people of Ebensee« stand die Bedeutung von Musik und Gemeinschaft.

»Ohne Gemeinschaft bin ich wie eine Blume ohne Wasser. Je mehr Menschen um mich sind, umso schöner empfinde ich dies.«
Recep, Teilnehmer ZAM Ebensee 2024
»Gemeinschaft ist wichtig gegen Einsamkeit, für Diskussion, Austausch, Anregung, gegen Engstirnigkeit und zum Lachen!«
Barbara, Teilnehmerin ZAM Ebensee 2024
»Gemeinschaft ist für mich wie ein schöner Akkord am Klavier: Die Harmonie stimmt einfach!«
Bernd, Teilnehmer ZAM Ebensee 2024

Die Abschlussgala: Ein gemeinsames Finale

Dieses Projekt hat gezeigt, dass Outreach dann besonders wirksam wird, wenn dabei Nähe geschaffen wird – zwischen Bühne und Publikum, zwischen Stadt und Land, zwischen Erfahrung und Neugier.

Die Abschlussgala bildet den gemeinsamen Schlusspunkt des Projekts und macht sichtbar, was in den einzelnen ZAM-Orten entstanden ist. Jedes Werk, jede Besetzung und jeder Klang dieses Abends gehen aus der gemeinsamen Arbeit vor Ort hervor.

Zum Finale kommen erstmals alle Teilnehmenden der verschiedenen Projekte auf einer großen Bühne zusammen. Sie stehen nicht nebeneinander, sondern miteinander und geben Einblick in das, was durch gemeinsames Arbeiten, Zuhören und Musizieren gewachsen ist.

Der Abend ist geprägt vom Wiedersehen, vom gemeinsamen Feiern und vom aufmerksamen Zuhören – und lädt das Publikum ein, diese besondere Reise nachzuerleben.

29/05/26
29/05/26
Fr, 19.30 Uhr ∙ Großer Saal
Brass & Blasmusik

ZAM Abschlussgala

263240465256,–
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