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Sonntag SO 11 Oktober 2020
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Dienstag DI 27 Oktober 2020
Teodor Currentzis

Teodor Currentzis © Nadia Rosenbaum

musicAeterna / Kholodenko / Currentzis

Freitag 4 Dezember 2020
19:30 Uhr
Großer Saal

Ausverkauft

Interpreten

musicAeterna Orchestra

Vadym Kholodenko, Klavier

Teodor Currentzis, Dirigent

Programm

Johannes Brahms

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83 (1878–1881)

***

Symphonie Nr. 4 e-moll op. 98 (1884–1885)

Anmerkung

Aufgrund der aktuellen Situation rund um die Covid-19-Pandemie und der daraus entstandenen logistisch-organisatorischen Herausforderungen musste Teodor Currentzis programmatische Anpassungen vornehmen.

Statt Werken von Richard Strauss und Peter Iljitsch Tschaikowsky kommen nun die vierte Symphonie von Johannes Brahms sowie sein Klavierkonzert Nr. 2 zur Aufführung.

Als Solist für das Klavierkonzert konnte Vadym Kholodenko gewonnen werden. Der 1986 in der Ukraine geborene Künstler hat sich bereits einen Ruf als einer der musikalisch dynamischsten und technisch begabtesten jungen Pianisten erarbeitet.

Zyklus Teodor Currentzis

Links http://www.teodor-currentzis.com
https://www.marlis-petersen.de

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Romantisches Glühen

»Ein ganz ein kleines Klavierkonzert mit einem ganz kleinen zarten Scherzo« habe er komponiert, schrieb Brahms an seine Freundin Elisabeth von Herzogenberg über sein 2. Klavierkonzert: eine romantische Klanglandschaft, die für ein Orchester wie musicAeterna und seinen Dirigenten Teodor Currentzis wie geschaffen ist. Wer Teodor Currentzis kennt, weiß, dass er die Partitur nicht nur durchleuchtet, sondern die Musik Funken schlagen lässt. Für pianistischen Glanz bei Brahms sorgt Vadym Kholodenko, der mit zarten melodischen Schattierungen und technischer Perfektion bereits als junger Pianist bei der Van Cliburn Piano Competition Publikum und Jury begeisterte.
Im zweiten Teil dieses ganz Johannes Brahms gewidmeten Konzerts interpretieren Teodor Currentzis und musicAeterna dessen vierte Symphonie. Sie war Brahms‘ letztes Wort als Symphoniker, der Schluss-und Höhepunkt einer Gattung, die ihn so viel Mühe, Kopfzerbrechen und Ringen mit den musikalischen Ausdrucksmitteln gekostet hat. Die Zeitgenossen empfanden das Werk wegen der radikalen Kompositionsweise als befremdlich, gleichzeitig war es jedoch Ausgangspunkt für die nachfolgende Komponistengeneration. Als »radikal« wird auch Teodor Currentzis oft bezeichnet. Doch hinter so mancher Extravaganz steckt für ihn die Suche nach Wahrhaftigkeit und Spiritualität: »Manche Musik würde ich gar nicht gerne aufführen, sondern eher eine spirituelle Session daraus machen, also nicht im Sinne eines öffentlichen Konzerts, sondern eines die Welt verändernden Klangs. Die Musik ist das Echo des Paradieses. Und ich suche den Zugang zu diesem Paradies. So sehe ich Musik.«