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Montag MO 6 Jänner 2020
sortiert nach Genres

Katharina Bäuml © Katharina Bäuml (Ausschnitt)

Resonanzen: Capella de la Torre / Bäuml »In flagranti«

Rund einen Monat nachdem Gesualdo in Neapel seiner Frau und deren Liebhaber den Garaus gemacht hatte, starb im September 1590 der berühmte Zinkenist Ascanio Trombetti in Bologna durch das Schwert eines gehörnten Ehemanns. »Ascanio del cornetto«, wie Trombetti auch genannt wurde, war der Star des Concerto Palatino della Signoria di Bologna, einer traditionsreichen Eliteformation des städtischen Musiklebens, und durch okkulte Umtriebe gar ins Visier der Inquisition geraten. Seine melodieschönen Madrigale und Motetten erfreuten sich, wie zahlreiche Transkriptionen und Nachdrucke belegen, im 16. und frühen 17. Jahrhundert großer Beliebtheit und harren ihrer Wiederentdeckung!

Donnerstag, 23. Jänner 2020, 19.30 Uhr

Teodor Currentzis © Nadia Rosenbaum

SWR Symphonieorchester / Currentzis

Erde und Himmel, Vergänglichkeit und Ewigkeit, Endlichkeit und Unendlichkeit verbindet Teodor Currentzis am Pult des SWR Symphonieorchesters, indem er zwei zur selben Zeit entstandene Orchestergroßwerke einander gegenüberstellt: Die 1888 begonnene Tondichtung »Tod und Verklärung« von Richard Strauss und die 1888 vollendete Symphonie Nr. 1 Gustav Mahlers.

Freitag, 28. Februar 2020, 19.30 Uhr

Jamie Cullum © jamiecullum.com

Jamie Cullum

Jamie Cullum verknüpft mit Leichtigkeit verschiedene Stilrichtungen; so wendet er sich in seinen neuesten Songs dem Pop, Funk und Soul zu. Mit brandneuer CD im Gepäck gastiert der britische Retrojazzer erstmals im Wiener Konzerthaus.

Donnerstag, 23. April 2020, 19.30 Uhr

Anita Rachvelishvili © Jiji Rejini (Ausschnitt)

Great Voices: Anita Rachvelishvili

Ein für das hiesige Publikum neues Gesicht ist das der georgischen Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili, die das Auditorium bei ihrem vorjährigen Debüt an der Wiener Staatsoper ebenso im Triumph mitgerissen hat wie zwanzig Jahre zuvor Flórez. Dabei hat sie gleich den »Mount Everest« ihres Stimmfachs erklommen, die Amneris in Verdis »Aïda«. Diese Partie verlangt viel von dem, was diese Ausnahmesängerin in hohem Maße auszeichnet: eine Stimme von expansiver Pracht, die mit technisch souveräner Führung, Intuition und studiertem Künstlertum jede Gefühlsregung der porträtierten Figur erlebbar macht.

Montag, 29. Juni 2020, 19.30 Uhr

Norbert Schneider & Band

Norbert Schneider wirft in seinem aktuellen Programm einen liebevollen Blick auf die Unvollkommenheit des Alltäglichen. »So wie’s is« transportiert wienerische Gelassenheit einmal weniger resignativ, als ungezwungen lässig und mit viel Schmäh.

Freitag, 31. Jänner 2020, 19.30 Uhr