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Drei Titanen des Blues

von Wiener Konzerthaus

Bibb Forster Kennedy
Eric Bibb, Ruthie Foster & Harrison Kennedy

Es ist der Höhepunkt der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die legendäre Rede von Martin Luther King, auf die sich Eric Bibb, Ruthie Foster und Harrison Kennedy mit ihrem Programm «We have a dream» beziehen. 

28. August 1963; Lincoln Memorial, Washington. Mehr als 200 000 Menschen sind zu einer Veranstaltung gekommen, bei der es um «Arbeit und Freiheit» geht. Es geht um die Aufhebung der Rassentrennung, um die völlige Gleichstellung der weißen und afroamerikanischen Bevölkerung. Und es ist der Zwischenruf von Mahalia Jackson, der wohl grösste amerikanische Gospelsängerin und eine der engsten Vertrauten Martin Luther Kings, der laut Ohrenzeugenberichten dazu führte, dass der Funke plötzlich überspringt:

Die Menschen hatten bei brütender, schattenloser Hitze bereits mehrere Stunden Reden gehört. Eine apathische Stimmung hatte sich breitgemacht. King las die wohldurchdachte Rede ab, jedoch ohne die Zeile «I Have a Dream». Er habe sie vorher bereits zu oft benutzt, sie sei etwas abgedroschen und klischiert hatte ihm sein Berater gesagt. Die Rede dauert bereits mehr als zehn Minuten, King nähert sich schon dem Ende, da ruft Mahalia Jackson zwei Mal: «Tell 'em about the dream, Martin.» - «Erzähl das mit dem Traum». King schiebt das Manuskript zur Seite und beginnt zu improvisieren: Er sagt: «I still have a dream.» und benutzt die Zeile als Refrain. Es funktioniert. Das Leitmotiv ist gefunden. King schaut nach der Passage noch einmal in sein Skript, dann entwirft er aus dem Bauch heraus das nächste Leitmotiv: «Let freedom ring». Die geschriebene Rede hat ausgedient, er kehrt nicht mehr zu ihr zurück. Die beiden Passagen, die die Zeiten überdauern, sind die, die er im Augenblick erfunden hat.

Wer sich die ganze Rede anhören möchte, sollte sich das folgende Video anschauen:


Mit ihrer Kollaboration wollen Eric Bibb, Ruthie Foster und Harrison Kennedy einen neuen Impuls geben für den kollektiven Traum einer toleranten, friedlichen Welt, den einst Martin Luther King beschworen hat. Woran sie glauben ist die immense Kraft, die von der Musik ausgehen kann. Sie stehen auch  für eine viel ältere Idee: die US-amerikanische Blues-Szene. Hier, in den aus Schweiß und Tränen geborenen Melodien der schwarzen Musiker der 1920er und 1930er wurzelt wohl nahezu jegliches politische Liedgut des nordamerikanischen Kontinents, denn Blues ohne darunter liegende gesellschaftspolitische Message ist schlechthin nicht vorstellbar. Warmer, spiritueller, folk- und gospellastiger Blues von diesen Titanen der amerikanischen Bluesmusik, die so ganz unterschiedlichen Generationen entstammen, wird versuchen mit neuen Worten und Tönen den alten Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

Das Projekt „We Have a Dream“ ist brandneu, weshalb es davon noch kein aktuelles Videomaterial gibt. Wer aber einen guten Einblick ins Schaffen von Eric Bibb haben möchte, kann sich sein aktuelles Solo Video ansehen:


Bibb, Foster und Kennedy sind am 8. November im Wiener Konzerthaus JuSt

03.11.2014 um 19:24 | Publiziert in: Jazz, Hörprobe | 0 Kommentar(e)

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