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Ganz nah dran: Die Wiener Symphoniker als Verwandlungskünstler bei Fridays@7

von Wiener Konzerthaus



Wenn am Freitag, den 21. November, die Wiener Symphoniker erstmals im neuen Konzertformat «Fridays@7» auftreten, entspricht noch alles so ziemlich dem Gewohnten: Zwar beginnt das Konzert bereits um 19 Uhr und das Programm hat keine Pause, doch ansonsten könnte es sich zunächst auch um ein «normales» Konzert handeln: die Werke bieten spannende, jugendlich-frische Symphonik (Schuberts Zweite), eine herausragende Solistin (Khatia Buniatishvili mit Liszts zweitem Klavierkonzert) und spätromantische Klangfülle (mit Wagners Ouverture zu «Tannhäuser»). Danach allerdings findet die ein oder andere Verwandlung statt…

Philippe Jordan, zuvor als Dirigent engagiert, setzt sich gemeinsam mit seiner Solistin Buniatishvili im großen Garderobenfoyer ans Klavier. Die Komponisten des Konzertes aufgreifend werden die beiden Werke von Liszt und Schubert vierhändig spielen. Buniatishvili findet dabei in Jordan einen versierten Partner, schloss dieser doch sein Klavierexamen mit Auszeichnung ab und tritt regelmäßig auch kammermusikalisch als Pianist oder Liedbegleiter auf.

Von einer anderen Seite darf das Publikum bei diesem zwanglosen Konzertausklang auch elf Musiker der Wiener Symphoniker erleben. Denn ihre musikalische Leidenschaft abseits der Klassik ist der Jazz. 1983 gründete Siegfried Küblböck das «Vienna Symphony Jazz Project», um bekannte Jazz-Standards und verjazzte Klassikarrangements mit einer ganz eigenen Note zu spielen. Wie das klingt? So etwa die Melodien aus Verdis Aida.



Für ein CD-Projekt bearbeiteten sie außerdem Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung».



Der Schlagwerker und Vibraphonist Friedrich «Flip» Philipp-Pesendorfer bewältigt den Spagat zwischen Klassik und Jazz auf hohem Niveau scheinbar völlig mühelos – ob mit dem VSJP oder bei seinen vielfältigen Live-Tätigkeiten und CD-Projekten: «Ich möchte es aber überhaupt nicht trennen, denn Musik ist eine Sprache – sie hat nur verschiedene Codes. Also Klassik wird streng phrasiert auf der Eins und Drei, beim Jazz geht es um den Offbeat. Wenn du das verstehst, dann kannst du beides machen», wie Philipp in einem Interview mit dem mica – Music Information Centre Austria Auskunft erzählte.

Flip Philipp weiß um die Gewohnheit seiner Kollegen, als langjährige Orchestermusiker nach dem perfekten Zusammenklang im Satz zu streben – eine Tugend, die dem solistischen Gestus des Jazz zuwider zu laufen scheint. Doch Philipp nutzt diese spezielle Klangqualität der Homogenität für seine Third Stream-Arrangements ganz bewusst: «Ich schreibe immer für bestimmte Besetzungen, von denen ich vorher schon jeden Spieler kenne und ihre/seine Fähigkeiten und Sound weiß – es ist also eigentlich wie bei Duke Ellington. Die Musiker der Symphoniker sind so zusammengeschweißt, das klingt so schön, sauber, ausgewogen und perfekt – in einer Big Band hast du das nicht, weil sich die einzelnen Solisten im Satz nicht so gut mischen. Das ist das Paradebeispiel eines runden und eigenständigen Third Stream-Kollektivsounds.» Und mit diesem Sound wird das VSJP die Premiere von Fridays@7 ganz entspannt groovig ausklingen lassen.

Das gesamte Interview des mica mit Flip Philipp kann hier nachgelesen werden. » ¶ JuSt

12.11.2014 um 18:29 | Publiziert in: Klassik, Jazz | 0 Kommentar(e)

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