Einen musikalischen Spaß will er sich machen: Schostakowitsch bricht die Konventionen
von Wiener Konzerthaus

Othmar Schoeck
DSCH

available at Amazon D.Schostakowitsch,
Klavierkonzerte et al.
A.Litton / BBC Scottish SO
M.A.Hamelin hyperion

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Die Wiener Symphoniker spielen in der Matinee am Sonntag, den 23. November 2014, unter ihrem Chefdirigenten Philippe Jordan neben Schuberts Symphonie Nr. 2 und einem der bekanntesten symphonischen Werke überhaupt, Beethovens Symphonie Nr. 7, auch Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester. Solisten sind die Pianistin Khatia Buniatishvili und der Erste Trompeter des Orchesters, Rainer Küblböck. Das Publikum darf sich auf einen wilden musikalischen Ritt, ein ruheloses Alternieren zwischen den Stilen und ein munteres Zitieren bekannter Phrasen diverser Herkunft freuen.

Als Schostakowitsch das Konzert im Sommer 1933 schrieb, war er noch nicht ins Zielfeuer der stalinistischen Zensur geraten. Sein Balanceakt zwischen Anpassung und künstlerischer Integrität hatte also noch nicht begonnen und so hören wir einen Schostakowitsch, der unbeschwert seine chamäleonhafte Wandlungsfähigkeit zur Schau stellt. Man denke nur daran, dass der Komponist vor dem op. 35 die tragische Oper «
Lady Macbeth von Mzensk» vollendete, die eingängigen 24 Präludien für Klavier komponierte und nebenbei Film- und Bühnenmusiken schrieb. In gewisser Weise huldigt Schostakowitsch mit seiner neuklassizistischen Schreibweise dem Zeitgeist Westeuropas: Formen und Klänge des Jazz und der Unterhaltungsmusik fanden Eingang in seine Werk, aus denen man Komponisten wie Stravinsky, Hindemith oder Schulhoff als Vorbild herauszuhören vermeint. Der junge Schostakowitsch hatte bereits eine ausgeprägte Neigung zu...

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facebook share 17.11.2014 um 16:16 | Publiziert in: Klassik | 0 Kommentar(e)


Trauermärsche im Wiener Konzerthaus mit Sven-Eric Bechtolf & Franui
von Wiener Konzerthaus




Gruft, Grab und Gebein: Sven-Eric Bechtolf liest Pierre Michon «Leben der kleinen Toten», die Musicbanda Franui spielt dazu Morbides von Mozart und Mahler und Schaurig-Dunkles von Schubert und Schumann. Bei so viel Trauermusik muss es auch Grund zur Freude geben: Nämlich die Möglichkeit, Tickets zu eben jenem Konzert von Franui & Bechtolf zu gewinnen, bzw. die LP [sic!] zum 20-jährigen Jubiläum: FRANUI ist eine Almwiese. Oder die mitreißende Liedkunst-Schubert-Mahler-Brahms Trilogie in der 3-CD Box!

Gewinnen ist nicht so schwer!


Wer sich mit einer Franui-Aufnahme ablichtet und bei uns (col legno & Wiener Konzerthaus) auf Facebook oder Twitter entsprechend verknüpft, ist im Rennen um die Tickets. Und wer sich mit Ticket (oder Buchungsbestätigung o.ä.) für das Konzert am 1.12. ablichtet, wiederum in dem um LP oder CD-Box.



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facebook share 14.11.2014 um 13:59 | Publiziert in: Allgemein, Klassik, Jazz | 0 Kommentar(e)


Ganz nah dran: Die Wiener Symphoniker als Verwandlungskünstler bei Fridays@7
von Wiener Konzerthaus



Wenn am Freitag, den 21. November, die Wiener Symphoniker erstmals im neuen Konzertformat «Fridays@7» auftreten, entspricht noch alles so ziemlich dem Gewohnten: Zwar beginnt das Konzert bereits um 19 Uhr und das Programm hat keine Pause, doch ansonsten könnte es sich zunächst auch um ein «normales» Konzert handeln: die Werke bieten spannende, feine Symphonik (Schuberts Zweite), eine herausragende Solistin (Khatia Buniatishvili mit Liszts zweitem Klavierkonzert) und spätromantische Klangfülle (mit Wagners Ouverture zu «Tannhäuser»). Danach allerdings findet die ein oder andere Verwandlung statt…

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facebook share 12.11.2014 um 18:29 | Publiziert in: Klassik, Jazz | 0 Kommentar(e)


Allegro Films presents: Daniil Trifonov
von Wiener Konzerthaus


 Daniil Trifonov, presented by Allegro Films

Christopher Nupen, der Produzent und Regisseur solcher Musikdokumentations-klassiker wie «The Trout», «Jacqueline Du Pré In Portrait» und «Sibelius», arbeitet zur Zeit an einem Portrait und einem Konzertfilm über Daniil Trifonov, „dem meistbesprochenen Piano Talent unserer Zeit“. Wir danken Christopher Nupen für die Zurverfügungstellung dieses Materials.

Daniil Trifonov spielt am 11. November mit den Wiener Symphonikern im Wiener Konzerthaus...

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facebook share 10.11.2014 um 15:14 | Publiziert in: Video, Klassik, Hörprobe | 0 Kommentar(e)


Spotify Playlist November 2014 (Classical)
von Wiener Konzerthaus

Spotify Playlist

Die Monats-Playlist stellt jeden Monat die in Konzerthaus-Veranstaltungen gespielten Werke (Klassik hier, Jazz & World gesondert) vor.

Spotify Playlist

Der November im Konzerthaus bringt viel großartige Musik – nicht zuletzt zeitgenössische Musik und Klassiker der Moderne dank Wien Modern. Allerdings ist zeitgenössische Musik oft schwer auf Aufnahmen – und deswegen auch Spotify und anderen Streaming-Plattformen – zu finden. Immerhin ein paar der von Wien Modern gebotenen Werke konnten aufgetrieben werden: Nicht Bernhard Ganders «hukl», wohl aber «khul»—das Streichquartett dessen Bearbeitung für Orchester «hukl» ist. Auch, fast überraschenderweise...

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facebook share 04.11.2014 um 18:50 | Publiziert in: Klassik, Hörprobe, Playlist | 0 Kommentar(e)


Drei Titanen des Blues
von Wiener Konzerthaus

Bibb Forster Kennedy
Eric Bibb, Ruthie Foster & Harrison Kennedy

Bibb, Foster und Kennedy sind am 8. November im Wiener Konzerthaus.

Es ist der Höhepunkt der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die legendäre Rede von Martin Luther King, auf die sich Eric Bibb, Ruthie Foster und Harrison Kennedy mit ihrem Programm «We have a dream» beziehen. 

28. August 1963; Lincoln Memorial, Washington. Mehr als 200 000 Menschen sind zu einer Veranstaltung gekommen, bei der es um «Arbeit und Freiheit» geht. Es geht um die Aufhebung der Rassentrennung, um die völlige Gleichstellung der weißen und afroamerikanischen Bevölkerung. Und es ist der Zwischenruf von Mahalia Jackson, der wohl grösste amerikanische Gospelsängerin und eine der engsten Vertrauten Martin Luther Kings, der laut Ohrenzeugenberichten dazu führte, dass der Funke plötzlich überspringt:

Die Menschen hatten bei brütender, schattenloser Hitze bereits mehrere Stunden Reden gehört. Eine apathische Stimmung hatte sich breitgemacht. King las die wohldurchdachte Rede ab, jedoch ohne die Zeile «I Have a Dream». Er habe sie vorher bereits zu oft benutzt, sie sei etwas abgedroschen...

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facebook share 03.11.2014 um 19:24 | Publiziert in: Jazz, Hörprobe | 0 Kommentar(e)


Yuja Wang at the Wiener Konzerthaus 2014
von Wiener Konzerthaus


 Yuja Wang live aus dem Wiener Konzerthaus (Ausschnitte)

Schubert/Liszt: Liebesbotschaft S 560/10
Scriabin: Prélude cis-moll op. 9/1 für die linke Hand
Balakirew: Islamej

Anstehende Klavierabende im Konzerthaus:

Anna Vinnitskaya, Dienstag, Dienstag, 4. November 2014

Lang Lang, Mittwoch, Mittwoch, 19. November 2014

Benjamin Grosvenor, Mittwoch, 26. November 2014

Piotr Anderszewski, Mittwoch, 26. November 2014

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facebook share 23.10.2014 um 16:33 | Publiziert in: Video, Klassik, Hörprobe | 0 Kommentar(e)


Wolf Haas liest «Brennerova» (No.1)
von Wiener Konzerthaus


 Wolf Haas liest «Brennerova» (excerpt)

Ausschnitt aus der Lesung im Mozart-Saal des Wiener Konzerthaus, vom Montag, den 6. Oktober 2014 ¶

Evtl. auch von Interesse: Die 3 Literaturzyklen im Wiener Konzerthaus:

Zyklus OT Originalton 4 Lesungen mit Musik im Berio-Saal

Zyklus MUD Musik und Dichtung | «Fremd bin ich eingezogen …» 10 Mittagskonzerte mittwochs im Schubert-Saal

Zyklus LIT Literatur im Konzerthaus 5 Lesungen im Mozart-Saal

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facebook share 15.10.2014 um 18:02 | Publiziert in: Allgemein, Hörprobe, Literatur | 0 Kommentar(e)


Mša glagolskaja zur Saisoneröffnung der Wiener Symphoniker
von Wiener Konzerthaus

Glagolitische Messe, Wiener Symphoniker
Klarinettenstimme der Glagolitischen Messe, gerade bei den Proben im Haus fotografiert.

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L. Janáček,Glagolitische Messe
K.Ančerl / Czech PO et al.
Supraphon

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L. Janáček,Glagolitische Messe
M.Janowski / RSO Berlin et al.
PentaTone SACD

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Morgen und übermorgen, am 2. und 3. Oktober, eröffnen die Wiener Symphoniker ihre Saison mit Schubert und der «Glagolitischen Messe». Dazu dieser Magazineintrag:

Die «Glagolitische Messe» war das letze große Werk Leoš Janáčeks (1854–1928), was dazu einlädt es als sein musikalisches Testament zu betrachten. Es begann damit, dass Janáček sich beim Erzbischof beschwerte, dass sich die Kirchenmusik in lausigem Zustand befände. Darauf erwiderte der Erzbischof: „Dann schreiben Sie etwas besseres.“ Diese Herausforderung war nicht zuletzt ein cleverer Schachzug um Janáček, einen unverblümten Kritiker der Kirche, in den – oder wenigstens näher zu dem – Schoß der (Kirchen-) Familie zurückkehren machen. Ob das wirklich geklappt hat, bleibt allderdings zu bezweifeln, schrieb Janáček doch das er den „Glauben an die Gewissheit des Volkes nicht auf der Grundlage der Religiosität festhalten [wollte], sondern auf jener der Moral und der Kraft, welche sich Gott als Zeugen anruft.“ (Janáčeks fröhliche Messe, in: Anbruch 1927)

Vielleicht um sich von der zeitgenößischen Praxis zu distanzieren, berief sich...

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facebook share 01.10.2014 um 20:05 | Publiziert in: Klassik | 2 Kommentar(e)


Spotify Playlist October 2014 (Classical)
von Wiener Konzerthaus

Spotify Playlist

Die Monats-Playlist stellt jeden Monat die in Konzerthaus-Veranstaltungen gespielten Werke (Klassik hier, Jazz & World gesondert) vor.

Spotify Playlist

 Der Oktober im Konzerthaus hat es in sich, mit mehr Musik als man sinnvollerweise in diesem Rahmen auflisten kann. Es sei auf Höhepunkte hingewiesen. 

Die Wiener Symphoniker beginnen ihre neue Saison mit drei Paukenschlägen: Es ist das Antrittskonzert Philippe Jordans als Chefdirigent, es ist der Startschuss zu einem über die nächsten Jahre angesetzten kompletten Schubert-Zyklus und es wird eines der sakralen Meisterwerke des 20. Jahrhunderts gespielt, die «Gla...

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facebook share 25.09.2014 um 16:50 | Publiziert in: Klassik, Hörprobe, Playlist | 0 Kommentar(e)


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