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Sonntag SO 31 Juli 2022
Über uns – Virtueller Rundgang – Die große Rieger-Orgel im Wiener Konzerthaus

Virtueller Rundgang

Die große Riegel-Orgel im Großen Saal

Die große Riegel-Orgel im Großen Saal © Lukas Beck

Die große Riegel-Orgel

Die große Riegel-Orgel © Georg Schenk

Die große Riegel-Orgel

Die große Riegel-Orgel © Georg Schenk

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel

Die große Rieger-Orgel im Wiener Konzerthaus

Die Orgel im Großen Saal des Wiener Konzerthauses wurde 1913 von der renommierten Firma Gebrüder Rieger, Jägerndorf (Schlesien), errichtet. Nach umfangreichen Vorarbeiten des Orgelkomitees entstand ein Instrument, das hinsichtlich seiner Größe und seiner stilistischen Ausrichtung seinesgleichen suchte: Es war die erste fünfmanualige Orgel der Donaumonarchie und ist mit seinen 116 Stimmen, verteilt auf fünf Manuale und Pedal, noch heute die größte Konzertorgel Europas, gleichzeitig eines der bedeutendsten Klangdenkmäler zwischen ausklingender Romantik und neu einsetzendem Historismus im Orgelbau.

Das musikalisch-stilistische Konzept des Instruments orientiert sich wesentlich an der sogenannten »Elsässischen Orgelreform« und den Ideen ihres Proponenten Emile Rupp. Diesem schwebte als Ideal »die Verschmelzung der Bach-Silbermannschen Mixtur- und Aliquotorgel mit dem altfranzösischen Typ ausgebauter Zungenchöre, bereichert durch die orchestralen Charakterstimmen« vor. Im Wiener Konzerthaus versuchte man, darüber hinausgehend unter Einsatz aller »unumstritten anerkannten Errungenschaften der Dispositions- und Intonationskunst – eine möglichst große Vielseitigkeit des Instrumentes zu erzielen« (W. E. Ehrenhofer).

Die Konzerthaus-Orgel wurde – auch das ein Novum für Wien – ohne sichtbaren Prospekt, also ohne dem Publikum zugewandte Schauseite, konzipiert. Die vielseitigen Möglichkeiten der elektropneumatischen Traktur ermöglichten ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Orgelkonstrukteuren, vom klassischen Werkaufbau abzugehen und den Architekten weitgehende gestalterische Kompetenzen einzuräumen. Helmer und Fellner, zusammen mit Ludwig Baumann die Erbauer des Konzerthauses, entwarfen für die Stirnwand des Großen Saales eine von Säulen gegliederte halbrunde Apsis, hinter welche die Orgel, unsichtbar für die Besucher, zu stehen kam. Als das Instrument am 19. Oktober 1913, dem Tag der Schlusssteinlegung des Konzerthausgebäudes, erstmals erklang (Richard Strauss hatte eigens zu diesem Anlass das »Festliche Präludium« für Orgel und Orchester komponiert), zeigten sich Publikum und Kritik begeistert.

Im Jahre 1982 wurde die Orgel von der Firma Gebrüder Rieger in Schwarzach gründlich restauriert. Seither konnte sie ihren Platz im Konzertleben weiter behaupten: als historisch bedeutendes und zugleich – wie zahlreiche Uraufführungen beweisen – unvermindert aktuelles Klangdenkmal. Die gründliche Reinigung aller Pfeifen und Windladen sowie der Einbau einer neuen Setzeranlage im Sommer 2015 läßt nunmehr das Instrument in alt-neuem Glanz erstrahlen.

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