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Montag MO 8 Jänner 2018
Programm & Karten – Höhepunkte – Klassik
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MontagMO 22 Jänner 2018
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DienstagDI 23 Jänner 2018
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DonnerstagDO 1 Februar 2018
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MontagMO 12 Februar 2018
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MittwochMI 14 Februar 2018
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SamstagSA 17 Februar 2018
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FreitagFR 23 Februar 2018
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SonntagSO 25 Februar 2018
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DienstagDI 27 Februar 2018
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DonnerstagDO 1 März 2018
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SonntagSO 4 März 2018
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MontagMO 5 März 2018
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DienstagDI 6 März 2018
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MittwochMI 21 März 2018
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DonnerstagDO 22 März 2018
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SonntagSO 25 März 2018
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MontagMO 2 April 2018
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FreitagFR 20 April 2018
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SonntagSO 22 April 2018
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MittwochMI 20 Juni 2018

Hugo Reyne

Resonanzen: La Simphonie du Marais / Reyne

Die Wunden des Pfälzischen Erbfolgekrieges brannten noch, da weidete man sich in Paris an der idyllischen Illusion eines in das leuchtende Vorbild französischer Galanterie «verliebten Europa». «L'Europe galante» wurde nicht nur seiner pittoresken, zauberhaft-tänzerischen Musik wegen ein Bühnenhit des Ancien Régime. «Man erweist drin», so resümierte Liselotte von der Pfalz, «wie die Frantzoßen, Spanier, Italliener undt Turquen amour machen», und dass selbst ein osmanischer Sultan – damals der Gottseibeiuns des christlichen Abendlandes – liebend gerne nach Frankreichs versöhnlich gestimmter Pfeife tanzt. Österreichische Erstaufführung!

Montag, 22. Jänner 2018, 19.30 Uhr

Ensemble Melpomen © Jana Jocif

Resonanzen: Ensemble Melpomen / Arianna Savall / Steinmann

Wie klang die griechische Antike? Diese Frage, die bereits im Italien des 16. Jahrhunderts die gelehrten Gemüter erhitzt und auf wunderbare Abwege zur Erfindung der Oper geführt hatte, beschäftigt auch den Schweizer Flötisten und Musikwissenschaftler Conrad Steinmann seit geraumer Zeit. Doch anders als vor 450 Jahren, als etwa Andrea Gabrieli Sophokles in italienischer Übersetzung vertonte, stützen sich Steinmann und sein Ensemble auf Rhythmik und Akzente des originalen Altgriechisch und auf minutiös nachgebaute Instrumente der klassischen Zeit.

Mittwoch, 24. Jänner 2018, 19.30 Uhr

Friederike Heumann © Dorothee Falke

Resonanzen: Stylus Phantasticus / Lefilliâtre / Heumann

In ihren europaweit gelesenen Romanen propagierte Madeleine de Scudéry eine neue Ethik der Geschlechterbeziehungen. Mit ihrem Engagement für Rechte und Bildung der Frau war sie ihrer Zeit weit voraus und vermaß den «Pays de Tendre», ein imaginäres ‹Land der Zärtlichkeit›, in dem Liebesfreundschaft die Tyrannei der Ehe gestürzt hatte, mit preziösen Schritten. Scudérys 1654 publizierte «Carte de Tendre», eine Art Schatzkarte für kultivierte Herzensbrecher, wurde zur idealen Seelenlandschaft aller gebildeten Französinnen.

Freitag, 26. Jänner 2018, 19.30 Uhr

Concerto Romano © Luca Marconato

Resonanzen Essenskonzert: Concerto Romano / Quarta

«Jeder Liebhaber ist zugleich Krieger» heißt es in Monteverdis 8. Madrigalbuch, einem eindrucksvollen Kompendium seiner Gattung. Im Mittelpunkt dieser Sammlung sowie des Konzerts steht der bahnbrechende «Combattimento di Tancredi e Clorinda» nach Torquato Tassos 1575 vollendetem Epos vom «Befreiten Jerusalem». Erst kurz vor ihrem Tod erkennt der Kreuzritter Tancredi in der besiegten Sarazenin, die in den letzten Atemzügen zum Christentum konvertiert, seine Geliebte. Schließlich eröffnet sich der Sterbenden der christliche Himmel – das Uraufführungspublikum des Jahres 1624 war laut Monteverdi vor Rührung den Tränen nahe.

Samstag, 27. Jänner 2018, 19.30 Uhr

Mischa Maisky © Hideki Shiozawa (Ausschnitt)

Jansen / Maisky / Golan

Man braucht ihn nicht vorzustellen: Cellist Mischa Maisky kann eine außergewöhnliche Karriere vorweisen. Ausgebildet von Mstislaw Rostropowitsch und Gregor Piatigorsky, wurde sein Talent früh in die besten Hände gelegt. Bald reüssierte er bei den wichtigsten Wettbewerben wie der Internationalen Tschaikowsky Competition und teilte die Bühne mit Martha Argerich und Radu Lupu. Zur Freude des Publikums macht der «letzte Romantiker» anlässlich seines 70. Geburtstags auch in Wien Halt: mit Janine Jansen und Itamar Golan.

Donnerstag, 01. Februar 2018, 19.30 Uhr

Patricia Kopatchinskaja und Polina Leschenko © Julia Wesely

Patricia Kopatchinskaja / Polina Leschenko

Die hohe Interpretationskunst der Patricia Kopatchinskaja gleicht einem musikalischen Drahtseilakt ohne Netz. Es ist eben ihr Mut zum Risiko, der so tiefe Einblicke in zwischen den Noten verborgene Werkzusammenhänge gewährt wie die Geigerin sie nun an der Seite Polina Leschenkos in intimem kammermusikalischen Rahmen auftun wird.

Montag, 12. Februar 2018, 19.30 Uhr

Cuarteto Casals © Marc Campa

Cuarteto Casals «Beethoven-Quartette»

Das spanische Cuarteto Casals – eine der aufregendsten Formationen ihrer Art – präsentiert an zwei Wochenenden Beethovens sämtliche Streichquartette. Wie es sich für eine Beschäftigung mit diesem musikalischen Prometheus gebührt, werden seine Beiträge zur Gattung mit aktuellen Quartettkompositionen unserer Tage kontrastiert.

Freitag, 16. Februar 2018, 19.30 Uhr
Samstag, 17. Februar 2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 18. Februar 2018, 19.30 Uhr
Freitag, 23. Februar 2018, 19.30 Uhr
Samstag, 24. Februar 2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 25. Februar 2018, 19.30 Uhr

Julia Lezhneva © Simon Fowler / Decca (Ausschnitt)

Julia Lezhneva

Das Programm dieses Konzerts bringt Preziosen des glanzvollen musikalischen Barock zum Klingen, interpretiert von einer Sängerin mit juwelengleicher Stimme: Julia Lezhneva. Mit Motetten und Arien von Georg Friedrich Händel und seinem Kontrahenten, dem neapolitanischen Komponisten und Gesangslehrer Nicola Antonio Porpora, entschwebt die Sopranistin in lupenreinen, federleichten Koloraturen, wobei sie neben der technischen Brillanz mit ebenso anrührender wie intelligenter Gestaltung verblüfft.

Samstag, 17. Februar 2018, 19.30 Uhr

Daniil Trifonov © www.lukasbeck.com

Wiener Symphoniker / Trifonov / Shani

Daniil Trifonov wird mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung des israelischen Shootingstars Lahav Shani Schumanns Klavierkonzert interpretieren. Auch hier ist gemeinsames Nachschöpfen gefragt: In diesem Werk bedingen und durchdringen einander Solo- und Orchesterstimmen auf bis dahin ungehörte Weise. Ein Gegenentwurf zum oberflächlichen Virtuosenkonzert, mit dem Schumann die Verschmelzung symphonischer und solistischer Welten gelang. Wie gemacht für einen Pianisten, der sein enormes Können stets in den Dienst der Komposition stellt.

Sonntag, 18. Februar 2018, 11.00 Uhr
Montag, 19. Februar 2018, 19.30 Uhr

Daniel Harding © Stina Gullander

Orchestre de Paris / Tamestit / Harding

Mit seinen Parisern stellt sich Harding nun der Herausforderung durch Mahlers Neunte, ein großformatiges Werk des Abschieds mit einem bewegend auskomponierten, langsamen Verlöschen am Ende. Zuvor aber steht das Violakonzert von Jörg Widmann auf dem Programm – ein Stück, in dem das Verhältnis von Solo und Tutti originell in Frage gestellt wird. Dabei wird Antoine Tamestit gewissermaßen zum Schauspieler, der erst nach und nach in seine Rolle findet: Er beginnt allein, wird in wechselnden Formationen zum Kammermusiker und spielt erst am Schluss mit dem ganzen Orchester.

Sonntag, 25. Februar 2018, 19.30 Uhr

Camilla Nylund © www.annas-foto.de (Ausschnitt)

Camilla Nylund, Sopran

Camilla Nylund zählt heute zu den führenden lyrisch-dramatischen Sopranen. Bei ihrem Debüt im Wiener Konzerthaus kombiniert sie Lieder ihrer finnischen Heimat mit solchen eines ihrer «Leibkomponisten», Richard Strauss, und schwelgenden Gesängen Mahlers.

Dienstag, 27. Februar 2018, 19.30 Uhr

Gustavo Gimeno © Marco Borggreve

RSO Wien / Gimeno «Rossini: Petite messe solennelle»

«Hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée) oder doch vermaledeite Musik (sacrée musique)? Ich bin für die Opera buffa geboren. Du weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies», schrieb Rossini 1863 in der Widmung seiner «Petite messe solennelle» an den lieben Gott. So «klein» ist diese Messe freilich nicht. Vielmehr handelt es sich um ein reich orchestriertes Spätwerk ganz im heiteren Geist Rossinis.

Donnerstag, 01. März 2018, 19.30 Uhr

Martha Argerich © Adriano Heitmann (Ausschnitt)

Klavierabend Martha Argerich / Lilya Zilberstein

Über ihre Duopartnerin Lilya Zilberstein sagte Klavierlegende Martha Argerich in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung «La Repubblica»: «Lilya ist eine vollkommene Pianistin, mit einer ganz und gar natürlichen Spielweise, einfach Weltklasse! Zum Glück war sie nicht meine Konkurrentin beim Busoni-Wett bewerb. Das wäre sehr schwer für mich geworden.» Exakt 30 Jahre liegen zwischen beider Triumphe beim genannten Wettbewerb in Bozen, wo Argerich 1957, Zilberstein 1987 reüssierte. Kein Wunder also, wenn Kritiker bei ihren Darbietungen in pure Verzückung geraten und auch schon einmal fanden, die beiden spielten «wie zwei große Orchester».

Montag, 05. März 2018, 19.30 Uhr

Piotr Anderszewski © Simon Fowler (Ausschnitt)

NDR Elbphilharmonie Orchester / Anderszewski / Hengelbrock

Wer sagt denn, dass jetzt alle nur mehr in die funkelnagelneue Hamburger Elbphilharmonie streben? Das ebendort residierende NDR Elbphilharmonie Orchester beispielsweise zieht es augenscheinlich in die Ferne. In Wien wird der polnische Mozartspezialist Piotr Anderszewski für solistische Glanzlichter sorgen, während Orchester und Dirigent mit der Fünften des einstigen Ersten Kapellmeisters am Hamburger Stadt-Theater, Gustav Mahler, ein symphonisches Ass aus dem Ärmel ziehen.

Dienstag, 06. März 2018, 19.30 Uhr

Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien

Telefon: +43 1 242002
Telefax: +43 1 24200-110
ticket@konzerthaus.at

Öffnungszeiten des Ticket- & Service-Centers:
Montag bis Freitag: 9.00 – 19.45 Uhr
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sowie werktags, samstags, sonn- und feiertags
ab 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
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sowie Samstag 9.00 bis 13.00 Uhr

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