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Khatia Buniatishvili

Khatia Buniatishvili © Gavin Evans/Sony Classical

Paavo Järvi

Paavo Järvi © Prague Spring Festival, Zdenek Chrapek

NHK Symphony Orchestra, Tokyo / Buniatishvili / Paavo Järvi

Donnerstag 27 Februar 2020
19:30 – ca. 21:45 Uhr
Großer Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

NHK Symphony Orchestra, Tokyo

Khatia Buniatishvili, Klavier

Paavo Järvi, Dirigent

Programm

Tōru Takemitsu

How slow the Wind (1991)

Ludwig van Beethoven

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37 (1800–1802)

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Zugabe:

Franz Schubert

Impromptu Ges-Dur D 899/3 (1827)

***

Anton Bruckner

Symphonie Nr. 7 E-Dur (1881–1883)

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Zugabe:

Jean Sibelius

Valse triste op. 44/1 (Kuolema) (1904)

Zyklus Orchester international

Links http://www.paavojarvi.com
http://www.khatiabuniatishvili.com
http://www.nhkso.or.jp

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Blicke aus der Vergänglichkeit in die Unendlichkeit

Unter der Leitung seines Chefdirigenten Paavo Järvi wird das NHK Symphony Orchestra, Tokyo den Blick ins Unendliche richten: nicht nur in Takemitsus Orchester-Poem, sondern auch in Bruckners Symphonie Nr. 7. Deren 21-taktiges Hauptthema, selbst schon eine unendliche Melodie, öffnet den Raum zur Ewigkeit, der mit dem Durchbruch zum Licht am Höhepunkt des Adagios erreicht wird und durch die Steigerungen des Scherzos und Finales immer noch weiterführt in den unermesslichen orchestralen Kosmos.

Der 1896 gestorbene Oberösterreicher Bruckner und der 1996 gestorbene Tokioter Takemitsu sind in ihrer Musik gar nicht so weit auseinander wie durch ihre Lebensepochen und die Geographie. Beide schufen mit Geduld und Andacht Klangräume und Tongebilde, die in ihren Ausdehnungen stets die Sphären des Transzendentalen streifen. Vielleicht war es das Geheimnis beider Komponisten, dass sie sich beim Komponieren in diese Sphären tragen ließen. Den Titel seines Orchesterwerkes »How slow the Wind« hat Takemitsu einem Haiku-ähnlichen Gedicht von Emily Dickinson entnommen: »Wie langsam der Wind, / wie langsam das Meer – / wie spät doch ihre Federn!«. Die sehnsüchtige Erwartung der Vogelschwärme aus dem Süden, die den Frühling mitbringen, schwingt in Takemitsus Werk genauso mit wie der lange Blick über das Meer in den Himmel.

Für die Musik Takemitsus und Bruckners ist Paavo Järvi wie geschaffen als ein Dirigent, der die Musik nie erzwingt, sondern sie wie aus unendlichen Räumen kommen und sich im Jetzt ereignen lässt.

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