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Sabine Devieilhe

Sabine Devieilhe © JB Millot_Parlophone Records Ltd

Raphael Pichon

Raphael Pichon © Diego Salamanca

Pygmalion / Devieilhe / Pichon

Mittwoch 20 Oktober 2021
19:30 Uhr
Großer Saal

Interpreten

Pygmalion

Sabine Devieilhe, Sopran

Raphaël Pichon, Leitung

Programm

Johann Sebastian Bach

Mein Herze schwimmt im Blut BWV 199 (1714)

Georg Friedrich Händel

Giulio Cesare in Egitto. Dramma per musica HWV 17 (Auszüge) (Libretto: Nicolà Francesco Haym, nach G. F. Bussani) (1723–1724)

Il trionfo del tempo e del disinganno. HWV 46a (Auszüge) (1707)

Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus HWV 48 »Brockes-Passion« (Auszüge) (1716)

Anmerkung

Medienpartner Ö1 Club

Zyklus Originalklang

Links http://www.ensemblepygmalion.com

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Barockes Panorama

Sabine Devieilhe bringt eine Bach-Kantate und eine Auswahl aus Händels Werken in eine fein abgestimmte Konzert-Dramaturgie: ein barockes Panorama vielfältiger Affekte zwischen Leid und Leidenschaft. Partner sind ihr dabei der französische Dirigent Raphaël Pichon und das auf historisch informierte Aufführungspraxis spezialisierte Ensemble Pygmalion.

Von Reue und Vergebung, Sünde und Erlösung handelt die Kantate »Mein Herze schwimmt im Blut«, die Bach im Weimarer Sommer 1714 komponierte. Ein trostreiches Bekenntnis zu Christus ist die Passion über den »für die Sünde der Welt gemarterten und sterbenden Jesus«, die Händel fünf Jahre später auf einen Text des Ratsherrn Barthold Heinrich Brockes in Hamburg zur Uraufführung brachte. Dramatischer Furor, atemberaubende Virtuosität und innige Lyrik prägen das Dramma per musica »Giulio Cesare in Egitto«, mit dem Händel in der Saison 1723/24 das Publikum der Londoner Royal Academy of Music begeisterte – eine packende Geschichte über Liebe und Macht, Verrat, Rache und Mord mit zwei berühmten Persönlichkeiten der Antike im Zentrum: Julius Caesar und Kleopatra.

Wie eng bei Händel das Oratorium mit der Oper verschwistert ist, zeigt sein 1707 komponierter »Trionfo del Tempo e del Disinganno«. Auf ein Libretto des einflussreichen römischen Kardinals Benedetto Pamphili verfasst und für dessen Aufführungen im privaten Rahmen gedacht, lässt Händel die Allegorie der Schönheit zwischen die Fronten des Vergnügens und der Enttäuschung geraten. Am Ende ist es die Zeit, die siegt, in diesem ausdrucksstarken Disput über zentrale Fragen des Menschseins.
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