Eva Reiter

Eva Reiter © Moritz Schell

Tom Pauwels

Tom Pauwels © Volker Beushausen

Reiter / Dlouhy / Pauwels

»Darker than Black«

Donnerstag 19 Dezember 2019
19:30 – ca. 20:30 Uhr
Mozart-Saal

Interpreten

Theresa Dlouhy, Sopran

Eva Reiter, Viola da Gamba, Paetzold-Kontrabassblockflöte

Tom Pauwels, Gitarren

Programm

Ausgehend von Robert Burtons »The Anatomy of Melancholy«, eine Ode an die Schwermut, die »schwarze Galle« in all ihren Facetten

Jürg Frey

Abendlied (50 sächelchen) (1989)

John Dowland

Mourn, mourn, day is with darkness fled (The Second Booke of Songs or Ayres) (1600))

What if a day P 79 (The Dowland Lute Book) (1610))

Arthur Lavandier

Prélude (2019)

My naked lady framed (2013)

Tobias Hume

What greater grief (Captaine Humes Poeticall Musicke) (1607))

Loves farewell (Musicall Humors) (1605))

Wolfgang Mitterer

Mourn, mourn (2013)

Jürg Frey

Cadillac (50 sächelchen) (1989)

Bernhard Gander

Darkness awaits us (2013)

Thomas Campion

All looks be pale (The First Book of Ayres) (1613))

Francesco Filidei

… and here they do not (2014)

Fausto Romitelli

Seascape (1994)

John Dowland

Time stands still (The Third and Last Booke of Songs or Aires) (1603))

Stephen Goodall

[ohne Titel] (The Manchester Lyra-Viol Manuscript) (1650)

Bernhard Gander

Lamenti I (2010)

Eva Reiter

My iron-spurred lady (2018)

Burkhard Stangl

Nights (2009)

With you (2009)

Anmerkung

Unterstützt von Kapsch
Medienpartner Ö1 Club
Freie Platzwahl

Zyklus Grenzenlos Musik

Links http://theresadlouhy.at
http://www.evareiter.com

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Darker than Black

Wer in der Renaissance an der Melancholie litt, der fand wenigstens in der Musik Trost – jedenfalls dann, wenn er dem Florentiner Humanisten Marsilio Ficino Glauben schenkte. So schrieb etwa der berühmte englische Lautenist und Komponist John Dowland mit bittersüßen »Ayres«, Liedern mit und ohne Worten, gegen jede Form von Schwermut an. Dowlands nur wenige Jahre jüngerer Landsmann Robert Burton war es, der in seiner 1621 erschienenen »Anatomie der Melancholie« das gesamte damals bekannte Wissen über die unterschiedlichsten Ausprägungen dieser Krankheit gemäß der Viersäftelehre zusammenfasste. Ausgehend von diesem bizarren Meisterwerk gestaltet die Wiener Konzerthaus-Porträtkünstlerin Eva Reiter eine berührende Ode an die »schwarze Galle«: einen intimen Kammermusikabend mit Musik aus dem frühen 17. Jahrhundert und aus der Gegenwart. In zarten Arrangements für Sopran, Gitarre und Gambe erklingen Stücke von Dowland und seinen Zeitgenossen sowie von heutigen Komponisten wie Wolfgang Mitterer, Francesco Filidei oder Bernhard Gander.


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