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Montag MO 7 Jänner 2019
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Montag MO 30 Oktober 2017
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Dienstag DI 31 Oktober 2017

 

Emerson String Quartet

Emerson String Quartet © Lisa-Marie Mazzucco

Barbara Hannigan

Barbara Hannigan © Elmer de Haas (Ausschnitt)

Emerson String Quartet / Hannigan

Montag 30 Oktober 2017
19:30 – ca. 21:15 Uhr
Mozart-Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

Barbara Hannigan, Sopran

Emerson String Quartet

Eugene Drucker, Violine

Philip Setzer, Violine

Lawrence Dutton, Viola

Paul Watkins, Violoncello

Yvonne Gesler, Klavier

Programm

Benjamin Britten

Streichquartett Nr. 2 C-Dur op. 36 (1945)

Ernest Chausson

Chanson perpétuelle op. 37 (Fassung für Sopran, Klavier und Streichquartett) (1898)

***

Anton Webern

Drei Stücke für Streichquartett (mit Gesang) (1913) (1913)

Arnold Schönberg

Streichquartett Nr. 2 fis-moll op. 10 für zwei Violinen, Viola, Violoncello und eine Sopranstimme (1907-1908)

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Zugabe:

Alban Berg

Lyrische Suite. Fassung für Singstimme und Streichquartett (6. Satz: Largo desolato) (1925-1926)

Zyklus Kammermusik

Links http://www.barbarahannigan.com
http://www.emersonquartet.com

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

»luft von anderem planeten«

Mit dem Emerson String Quartet tritt Barbara Hannigan als obligater Sopran in Schönbergs 2. Streichquartett an, das biographisch verknüpft ist mit der Ehekrise 1907/08 zwischen dem Komponisten und seiner Frau Mathilde, Zemlinskys Schwester: Sie war eine Affäre mit dem jungen Maler Richard Gerstl eingegangen, der sich schließlich das Leben nahm. »Töte das sehnen, schliesse die wunde!«, heißt es in Stephan Georges visionärem Text zum dritten Satz, während der vierte, der erste ohne Grundtonbezug in Schönbergs Schaffen, mit den Worten anhebt: »Ich fühle luft von anderem planeten« ... Webern ließ die ungewöhnliche Besetzung in einem eigenen Werk nachklingen und huldigte dabei seiner verstorbenen Mutter. Spätromantisch trunken tönt dagegen Chaussons »Chanson perpétuelle« über eine verlassene Geliebte. Und Benjamin Britten schließlich setzte seinem großen Vorgänger Henry Purcell in seinem 2. Streichquartett ein Denkmal – mit einer imposanten »Chacony« als Finale.