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Montag MO 18 November 2019

Dmitry Liss © Simon van Boxtel

Ural Philharmonic Orchestra / Yekaterinburg Philharmonic Choir / Liss

Samstag 9 November 2019
19:30 – ca. 21:40 Uhr
Großer Saal

Veranstaltung hat bereits stattgefunden

Interpreten

Ural Philharmonic Orchestra

Yekaterinburg Philharmonic Choir, Chor

Andrei Petrenko, Chorleitung

Yekaterina Goncharova, Sopran

Egor Semenkov, Tenor

Yury Laptev, Bariton

Dmitry Liss, Dirigent

Programm

Sergej Rachmaninoff

Große Vesperliturgie op. 37 (1915)

***

Kolokola »Die Glocken« op. 35 für Solisten, Chor und Orchester (1913)

Anmerkung

Medienpartner Der Standard

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Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

Mystische Klänge aus der russischen Seele

Während eines milden italienischen Winters schuf Rachmaninoff eine der schönsten spätromantischen Chorsymphonien. Das Ural Philharmonic Orchestra und der Yekaterinburg Philharmonic Choir unter der Leitung von Chefdirigent Dmitry Liss geben Einblicke in die tiefsinnige russische Seele.

»Der Klang der Kirchenglocken beherrschte alle russischen Städte, die ich kannte – Nowgorod, Kiew, Moskau. Sie begleiteten jeden Russen von der Kindheit bis zum Tod, und kein Komponist konnte sich ihrem Einfluss entziehen. Wenn es mir gelungen ist, in meiner Musik das Schlagen der Glocken und das Fühlen der Menschen zum Klingen zu bringen, dann vor allem deshalb, weil ich den größten Teil meines Lebens inmitten der klingenden Glocken von Moskau verbracht habe«, erinnerte sich der Spätromantiker Sergej Rachmaninoff.

Wie kaum etwas Anderes wird das Glockengeläute mit der unergründlichen »russischen Seele« in Verbindung gebracht: Es bestimmte die wesentlichen Stationen des menschlichen Lebens von der Wiege bis zur Bahre – auch auf Rachmaninoff schien ihr vielstimmiger Klang, vom Silbrig-Hellen bis zum Düster-Ewiglichen reichend, eine magische Anziehungskraft auszuüben.

Eigentlich begann die Komposition des Werkes mit einem Rätsel: Im Jahr 1907 schnürte der Komponist ein anonymes Paket auf, das die russische Nachdichtung des Symbolisten Konstantin Balmont von Edgar Allan Poes »The Bells« enthielt. Erst nach Rachmaninoffs Tod enthüllte sich, dass es sich bei der Absenderin um die Cellostudentin Maria Danilova gehandelt hatte. Einige Jahre später, im Winter 1912, saß der Komponist in Rom an exakt jenem Schreibtisch, an dem rund 50 Jahre zuvor sein Landsmann Tschaikowsky nach Inspiration gesucht hatte – und in fiebriger Arbeit Tag und Nacht die Chorsymphonie »Die Glocken« verfertigte. 1913 war die von Rachmaninoff selbst als eines seiner Lieblingswerke bezeichnete Chorkomposition vollendet, sodass sie dem St. Petersburger Publikum vorgestellt werden konnte: durch den Chor des Mariinsky-Theaters unter der Leitung des Komponisten.

Die vier Stationen des farbenprächtigen Tonpoems beeindruckten bei der Uraufführung auch die im Saal anwesende Presse, die rühmend von »pessimistischer Leidenschaft und erhabener Tragödie« sprach. Auch seine nur einige Jahre später erstmals zur Aufführung gebrachte »Große Vesperliturgie« wurde vom Publikum wohlwollend aufgenommen – und zählt heute zu den eindrucksvollsten Werken der orthodoxen Kunstmusik.

Durch den russischen Winter mit dem klar-silbrigen Klang der Schlittenglocken über die golden-freudigen Hochzeitsglocken bis hin zum versöhnlichen Läuten der Totenglocken begleitet das Ural Philharmonic Orchestra, das nun bereits zum dritten Mal Botschafter seiner Heimat im Wiener Konzerthaus ist.

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